Kapitel 2 Jobs

Hervorgehoben

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , ,


Kapitel 2

Jobs

KEINE SATIRE.)

Nach meinem abgebrochenen Sozialpädagogik Studium arbeitete ich für eine frisch gegründete Firma . Ein Briefabhol- und Bringdienstleister welcher in Hamburg der Deutschen Post Konkurrenz machen wolte. Das logistische System dieser Firma war einfach und genial. Doch wie bei allen großen Ideen, geriet dieses geniale Konzept schnell an seine Grenzen.

Die Grenzen waren Briefkästen innerhalb eines Mehrfamilenhauses. Angeblich hatten die Angestellten der deutschen Post Schlüssel für jene Mehrfamilienhäuser mit innenliegenden Briefkästen, doch wir mussten jedesmal an Haustüren klingeln um Briefe zuzustellen, das kostete Zeit und Zeit ist in der Logistik kostbar. Dazu kam die eher schleppende Arbeitsmoral der Angestellten, und ehemalige Postangestellte die Briefe nicht auslieferten sondern in Schließfächern am Hauptbahnhof bunkerten. Nach knapp einen Monat, reduzierte sich drastisch die Anzahl der Briefe, die wir auszuliefern hatten. Wir rechneten nach und kamen zu dem Schluss, dass sich die ganze Nummer für diese Firma nicht mehr rechnet. Ein paar Tage später wurde, kurz vor Arbeitsbeginn, von dem Fillialleiter erklärt, dass die Firma insolvent sei. Das war ein Schock für alle Angestellten und es wurde bitterlich geweint. Also nahm ich den nächstbesten Job an.

Der Job wurde mir von einem Freund vermittelt und es ging um 21 Mark Stundenlohn, das war damals 1999 ein Spitzenlohn für so Typen wie mich. Es gab kein Bewerbungsgespräch, sondern man fing da irgendwie einfach an. Die Arbeit war interessant, denn wir bauten an einem Kreuzfahrtschiff in einer großen Hamburger Werft mit. Die ganze alt ehrwürdige Werft wimmelte von Subunternehmern und osteuropäischen Billiglöhnern, fiel mir gleich am ersten Arbeitstag auf. Nach ein paar Wochen hatte ich ein grobes Bild von der Art und Weise wie auf jener Werft gearbeitet wurde. Die Werft beauftragte eine Fremdfirma, die wiederum Fremdfirmen beauftragten um Arbeitskräfte zu beschaffen. So hielt man die Löhne knapp und Jenseits eines Tarifvertrags.

Nach einem Monat harter Arbeit  und vielen Überstunden,  sollte eigentlich ein Arbeitsvertrag fertig sein, doch man bot uns Schwarzarbeit an. Was zum Geier geht hier bei dieser Werft eigentlich ab, dachte ich mir und pochte auf einen korrekten Arbeitsvertrag mit ordentlichen Stundenlohn. Angeblich wären die Arbeitsverträge noch beim Steuerberater vertröstete man uns, und leider könne man uns nicht den kompletten Lohn auszahlen, weil die Auftraggeber noch nicht bezahlt hätten. So ist das wenn man für Subunternehmer arbeitet, so etwas hatte ich auch bei einem Studentenjob erlebt, manchmal muss man ein paar Tage auf sein Geld warten. Schwarzarbeiten wollte ich nicht und wenn es endlich einen Arbeitsvertrag gäbe dann wäre ich auf der sicheren Seite.

Eigentlich war der Mitinhaber des Subunternehmens ein netter Kerl und man konnte gut mit im reden. Wir arbeiteten sogar dynamisch zusammen und er erzählte gerne aus seinem Leben, wie er zum Beispiel an einem Strand in Spanien völlig zugedröhnt die Weisheit der Welt erfahren hatte, ein ganz neuer Mensch wurde und dann entschied der reichste Mann der Welt zu werden. Die EU wollte ihm jedoch keine Fördergelder für seine Firma geben, darum dauert das Milliardär werden etwas länger. Die Story wie er eine Lagerhalle in die Luft gesprengt hat um eine Lieferung Computer in den nahen Osten zu verhindern, hat mich dann doch zum nachdenken gebracht. Er brüstete sich angeblich sogar bei der Polizei, die ihn schnell schnappte, wie professionell seine Sprengung doch gewesen wäre. Leider war das noch nicht alles, er jobbte angeblich mal beim SPIEGEL und gelangte an geheime Informationen worauf er monatelang von „Freimaurern“ beobachtet wurde und nur als Frau getarnt „entkommen“ konnte.
Das wäre mir ja alles völlig egal gewesen hätte dieser Typ einfach einen Arbeitsvertrag und vollständigen Lohn ausbezahlt, doch das hat er nicht. Das Subunternehmen wollte sich ums Lohn auszahlen drücken und vertröstete uns immer wieder mit irgendwelchen Lügen. Das Subunternehmen holte sich dann kostenlose Tischlereipraktikanten, obwohl es bei diesem Auftrag nichts zu tischlern gab. Die Praktikanten waren jedoch gut informiert und machten diesen Job ohne Bezahlung nicht lange mit, denn das ganze wäre billige Abzocke, informierte man mich. Der Job ist nicht wirklich legal, wurde mir klar. Nach knapp zwei Monaten hieß es dann: „Wer nicht schwarzarbeiten will, muss gehen.“ So bekam ich dann endlich einen Arbeitsvertrag und vollständigen Lohn, eine Woche nach dem ich gekündigt hatte. Es gab dann natürlich nicht 21 DM Stundenlohn, sondern nur 15 Mark.

Leider hatte ich Nichts aus diesen Vorwarnungen des Universums gelernt und wurde selbst zum Subunternehmer, beziehungsweise zum Scheinselbstständigen. Ich stürzte mich Hals über Kopf in das Unternehmen: Selbständiger Fahrradkurier. Ein Unternehmen das nicht nur gefährlich war sondern auch noch kein Geld in die Kasse spülte. Nach knapp drei Jahren stieg ich vom Fahrrad und wollte von der ganzen Hektik nichts mehr wissen. Jobs als Festangestellter gab es jedoch kaum noch, außer bei der Zeitarbeit. Ich fand dann einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma und zwar exakt für ein halbes Jahr.

Es lief damals nämlich so: Man bekam den niedrigsten Lohn egal welche Qualifizierung man hatte weil die Auftraggeber nicht mehr Lohn zahlen wollten. Nach einem halben Jahr wäre für einen Zeitarbeiter laut Tarif eine Lohnerhöhung und ein Festvertrag fällig gewesen. Um diese Gewinn hemmenden Barrieren zu umgehen wurden Zeitarbeiter nach einem halben Jahr gefeuert und dann, nach einem Monat, wieder aufs neue, für ein halbes Jahr, eingestellt.

So landete ich dann auf dem Arbeitsamt und erfuhr , dass ich gar kein Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte. Nach Studium und Selbständigkeit wäre mein Anspruch erloschen, und nur ein halbes Jahr Arbeit zählte nicht mehr. Das war ein Schlag in die Magengrube, denn vor Studium und Selbständigkeit hatte ich jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Doch die Dame vom Arbeitsamt hatte interessante Ideen wie man Bewerbungen zu schreiben hätte die auf jeden Fall gut ankommen. „Sie packen einen Teebeutel mit in die Bewerbung, damit die gestresste Personalabteilung sich verstanden fühlt.“ Es war gut gemeint von dieser Dame, jedoch befanden wir uns damals in einer Zeit nach dem elften September 2001, einer Zeit wo die Poststellen von Firmen sehr nervös waren. Die Poststelle vom NDR ließ sämtliche Postsendungen röntgen bevor sie weitergeleitet wurden und geradezu hysterisch penibel wurde der Posteingang beim Springer Verlag kontrolliert. Das wußte ich weil ich mal  als Fahrradkurier unterwegs war. Dass eine Bewerbung mit Teebeutel beim NDR theoretisch einen S.E.K. Einsatz auslösen könnte weil man einen Brief mit „Draht und pulveriger Substanz“ gefunden hätte, war dieser Frau vom Arbeitsamt nicht bewusst.
Auf meiner Suche nach Arbeit stolperte ich unbedarft in einen Pseudojob rein. Ein Vertreterjob für eine Firma die für einen Telefonanbieter arbeitet. Der Arbeitsalltag war ernüchternd. Selbstbezahltes nutzen des öffentlichen Nahverkehrs um dann in irgendwelchen Stadtteilen von Haustür zu Haustür zu laufen, um sturmklingelnd sich Einlass zu erschummeln. Es war ein illegaler Hausiererjob, wurde ich während einer Tour von einer genervten Anwohnerin aufgeklärt. Dabei lief ich nur bei einem Arbeitskollegen mit, jemand der das schon ein paar Monate machte. Natürlich relativierte der Arbeitskollege die Aussage der genervten Anwohnerin, doch ich roch den Braten. Das war mal wieder kein wirklich legaler Job.

Vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag hab ich dann den kompletten Arbeitsalltag mitbekommen. Man traf sich vor dem eigentlichen Hausieren in einem Konferenzraum der Firma und übte einen Text. Die Leute standen sich in Zweiergrüppchen gegenüber und übten den Text. Der Text bestand aus ein paar Satzbausteinen, und diese Hausierer sagten diesen Text ein paar hundert Mal am Tag auf, doch vor Arbeitsbeginn standen die da wie Zombies rum und beteten diese Verkaufsfloskeln hoch und runter. Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich noch und konnte mir nicht vorstellen etwas noch absurderes in diesem Kontext zu erleben. Doch dann wurde das herunterbeten unterbrochen denn die Showeinlage folgte. Wir sollten uns im Kreis aufstellen, es käme nun der Bezirksleiter dieser Firma und der hätte uns was zu erzählen. Der Bezirksleiter legte auch ohne zu zögern los: „Ich weiß noch wie ich damals, genauso wie ihr, die Annonce in der Zeitung gelesen habe: Büroeröffnung 30 Angestellte gesucht. Damals brauchte ich einen Job und dachte zuerst: Das kann ja nicht seriös sein, wenn die 30 Leute auf einmal suchen. Ich bin dann aber doch aus Neugier hingegangen und hab mich überzeugen lassen. Abends kam ich dann nach Hause und hab meiner Mama erzählt, dass ich Filialleiter bei dem neuen Job werden könnte, und sie so: Junge, dafür muss man doch studieren. Man kann doch nicht einfach so Filialleiter werden. Doch dann wurde ich nach relativ kurzer Zeit Filialleiter meiner eigenen Filiale und heute bin ich Bezirksleiter, so läuft das bei uns. Hier ist auch keiner böse oder so, wir sind hier alle nette Leute.“ Was für eine beknackte Story hat dieser erbärmliche Bezirksleiter denn da abgelassen, dachte ich noch spöttisch, aber der Kerl legte noch ne Schippe drauf und fragte laut in die Runde: „WER IST SEXY?“ und die Runde antwortete lautstark im Chor „WIR SIND SEXY!“ Worauf der Bezirksleiter rief: „UND WIE SEXY?“ Und ein euphorischer Chor skandierte:“ SUPERSEXY!“ Die Nummer wiederholte sich dann dreimal hintereinander und wurde mit einem euphorischem Jubel beendet. Ich zweifelte die Realität an in der ich mich befand, das war einfach zu abgefahren für mich. Diese Firma wirkte auf mich wie eine Sekte denn seriöse Arbeit sieht anders aus.
Jobangebote aus Zeitungen stufte ich erstmal als potentiell unseriös ein, und fuhr darum jeden morgen zum Arbeitsamt um, in extra dafür bereitgestellten Computerräumen, an einem PC im Arbeitsamtnetzwerk nach Jobs zu suchen. Im virtuellen Netzwerk des Arbeitsamtes kann es doch nur seriös zugehen dachte ich damals. Meine tagelange Suche hatte Erfolg und ich saß wartend im Flur einer kleinen Firma. „Der Chef ist gleich da.“ versicherte alle zehn Minuten die Sekretärin. Die lange Wartezeit auf das Bewerbungsgespräch im Wartezimmer fiel mir gar nicht auf, denn ich unterhielt mich angeregt mit einem weiteren Bewerber der auch schon seit einer Stunde wartete. Der Typ erzählte mir er würde sich bei dieser Firma um ein Praktikumsplatz bewerben. Das Arbeitsamt hätte ihn geschickt. Seine Fahrkarte von NRW nach Hamburg und zurück hätte das Amt bezahlt. Er müsse wohl auch umziehen für dieses sechs Wöchige unbezahlte Praktikum, doch das Arbeitsamt meint das Praktikum wäre ne riesen Jobchance für ihn. Dann endlich erschien der Chef und es wurden Bewerbungsgespräche geführt.

Als ich dann wieder auf dem Weg nach Hause war, wurde mir klar das ich mir einen unbezahlten Praktikumsplatz habe andrehen lassen. Das Arbeitsamt versicherte mir das ein unbezahlter Praktikumsplatz aus dem Arbeitsamtcomputer keine unseriöse Sache sei, und dass viele Firmen erstmal Probearbeiten lassen und das Praktikum nennen. Eine übliche Angelegenheit, kein Grund zur Besorgnis.
Dieser Praktikumsplatz war auf den ersten Blick besser als dieser merkwürdige Zeitarbeitsjob den ich ablehnte . Der Job wo ich Scheiße schieben sollte für untertarifliche sechs Euro und einen Cent.

Doch ein normaler Praktikumsplatz war das nicht. Meine Aufgabe war es am Schreibtisch zu sitzen und E-Mails an potentielle Kunden zu verschicken. Beworben hatte ich mich eigentlich auf einen Lageristenjob, doch die waren davon beeindruckt wie seriös ich beim Bewerbungsgespräch gekleidet war und boten mir ein Praktikumsplatz im Büro an. Im Büro saß eine Sekreterin und ich. Die Chefs kamen selten vorbei und wenn dann mit Mercedes und in Trainingsanzügen. Neben mir auf dem Schreibtisch sammelten sich so um die 50 Bewerbungsmappen an. Alle wollten diesen Job in der Logistik auf den auch ich mich beworben hatte. Der Job aus dem Arbeitsamtcomputer.

Zwei Tage nach dem ich in dieser obskuren Firma angefangen hatte, landete ein Brief vom Sozialamt bei mir. Da ich Kein Arbeitslosengeld bekam beantragte ich Sozialhilfe, Hartz 4 gab es noch nicht. Nun wurde ich, bevor ich überhaupt auch nur einen Cent bekommen hatte vom Sozialamt, mit 25% sanktioniert. Außerdem drohte eine Verschärfung der Sanktion auf 50% weil ich der Sachbearbeiterin des Sozialamts Bestechlichkeit vorgeworfen hatte. Ich klagte mein Leid einem der Chefs und der erzählte mir ganz unverblümt, dass mein Bestechlichkeitsvorwurf gar nicht so daneben läge. „Das machen doch alle Anderen auch so. So läuft das heute auf dem Arbeitsmarkt. Wenn wir zum Beispiel morgen 50 Leute zum Containerpacken brauchen, die nix kosten sollen, dann rufen wir beim Amt an und sagen, dass wir 50 Leute brauchen die umsonst arbeiten. Das Amt sagt dann: Kein Problem, das kostet aber hundert Euro in unsere Kaffeekasse.“ Krampfhaft lächelte ich zurück. Der Chef rief dann tatsächlich bei meiner Sachbearbeiterin vom Sozialamt an und verhinderte eine weitere Sanktion. Am nächsten Tag kam ich mit der Sekretärin ins Gespräch. Die Chefs waren mal wieder nicht da. Sie erzählte, dass sie sich nicht trauen würde zu kündigen um die Firma zu wechseln, der Chef wüsste ja wo sie wohnt.
Dann kam ein weiterer Praktikant ins Spiel. Er saß vor diesen 50 Bewerbungsmappen und führte Telefongespräche: „Sie haben sich doch bei uns beworben, und sie sind doch zur Zeit arbeitslos und bekommen Geld vom Staat. Sie kommen am Sonntag um fünf Uhr Nachmittags zu uns auf den Betriebshof und dann fahren sie für 4 Wochen nach NRW und machen erst mal ein unbezahltes Praktikum. Sie wohnen da in extra angemieteten Räumen.“ Ich konnte nicht glauben was ich da hörte, doch der Typ führte an diesem Freitagnachmittag tatsächlich 50 Gespräche und ratterte jedesmal diesen Text runter. Widerspruch von Seiten der Angerufenen wurde weggebügelt mit: „Sie bekommen doch Geld vom Staat da dürfen sie keine Jobs ablehnen auch kein unbezahltes Praktikum. Wenn sie diesen Job ablehnen und Sonntag nicht um fünf auf dem Betriebshof sind dann rufen wir beim Arbeitsamt an und dann werden ihnen 25% gekürzt.“
Am Samstagvormittag rief dieser Praktikant auch mich an und verlangte von mir das ich nach NRW fahren solle um dort für 4 Wochen unbezahlt in einer Getränkeabfüllanlage Getränkekisten zu stapeln.
Am Montag darauf saß ich bei einer Zeitarbeitsfirma zum Vorstellungsgespräch und bekam einen Job wo ich dann tatsächlich den üblichen korrekten Tariflohn bekam. Einen Job als Umzugshelfer, extrem Knochenschindend und mit täglichen Überstunden in einer sechs Tage Woche. Völlig unerwartet traf dann ein Brief von einem Arbeitsamt aus NRW ein. Mir wurde eine Sanktion angedroht weil ich bei diesem Praktikumsplatz Arbeit verweigert hätte. Ich rief bei dem Arbeitsamt an und fragte nach was ein Arbeitsamt in NRW mit mir in Hamburg zu tun haben soll und ob die noch ganz dicht inner Birne sind, denn ich hatte ja zu der Zeit einen Job.

Einer der vielen Umzugsjob für diese Zeitarbeitsfirma fand bei der Innenbehörde Hamburg statt, genauer beim Dezernat interne Ermittlungen. Meine Aufgabe war es den Fahrstuhl während der Fahrt nach oben zu bewachen, nur ich alleine und die zu transportierenden Sachen dürften sich im Fahrstuhl aufhalten.

„Und genau das ist der Punkt.“ Sagte der Zeitarbeistdisponent, bei einem unerwarteten Anruf nach Feierabend, zu mir. „Sie waren allein im Fahrstuhl, mit dem Kühlschrank.“ Ich erinnerte mich an einen Kühlschrank der im Fahrstuhl transportiert wurde. Der Disponent warnte mich: „Es werden Fingerabdrücke genommen, von den Beamten des Dezernat interne Ermittlungen, von allen Verdächtigen, also vielleicht auch von ihnen, denn in dem Kühlschrank befand sich eine Schüssel Kartoffelsalat die einem der Beamten gehörte, und da hat wohl jemand mindestens drei Löffel von gegessen! Irgendjemand von den Umzugshelfern, und das Dezernat sagt: Wer kartoffelsalat klaut, der klaut auch Geld, da muss man zwangsläufig ermitteln.“ Ob der Zeitarbeitsdisponent mich verarschen wollte oder ob des besagte Dezernat tatsächlich wegen „Mundraub“ ermittelte habe ich nie erfahren.

Ein paar Monate später bekam ich ein Einschreiben vom Zoll, von Sonderermittlern des Zolls. Man ermittelte gegen die Firma, wo ich dieses dubiose Praktikum gemacht habe, wegen Betrug und Menschenhandel und ich sollte als Zeuge aussagen. Da ich ja schon mal da war, und das ganze eine amtliche Zeugenaussage war, erzählte ich natürlich auch von den anderen Geschichten. Die Aussage: „Wenn sie hier nicht arbeiten wollen, ruf ich beim Amt an und dann werden sie sanktioniert.“ zieht sich ja wie ein verbindender roter Faden durch diese Geschichten. Eine „Wechselwirkung“ zwischen dubiosen Arbeitgebern und Behörden war also offensichtlich vorhanden. Hartz 4 war noch gar nicht da, doch es wurde trotzdem sanktioniert und es gab einen Arbeitszwang.

Advertisements

Kapitel 1 Bewerbungsgespräche

Hervorgehoben

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , ,


Kapitel 1
Bewerbungsgespräche

( KEINE SATIRE.)

Es war irgendwann Mitte der achtziger Jahre, ich war 17 Jahre alt und wollte mich als Drucker-Azubi bewerben, weil mir nichts Besseres einfiel. Und so schrieb ich ein paar Bewerbungen in einer Zeit wo Ausbildungsplätze rar waren. Meine handgeschriebene Bewerbung hatte bei dieser Druckerei in Barmbek Erfolg, und ich wurde zum Vorstellungsgespräch geladen. Lehrer und Eltern impften mir vorher das korrekte respektvolle Verhalten für so ein Bewerbungsgespräch ein. Bestens vorbereitet, angemessen gekleidet und pünktlich traf ich in dieser Druckerei ein. Es war eine beachtliche Hallengröße, da arbeiteten wohl so an die 20 Leute. Man führte mich ohne Wartezeiten zum Chef des Betriebs, wir begrüßten uns, ich setze mich an seinen Chefschreibtisch und es wurden Fragen gestellt auf die ich vorbereitet war. Das Gespräch lief gut, ich stellte mich gut an und war kaum noch nervös. Doch dann nahm die ganze Sache eine sehr merkwürdige Wendung, denn dieser Chef welcher mir am Schreibtisch gegenüber saß, legte ohne das Gespräch zu unterbrechen einen nackten Fuß auf den Tisch, und begann sich mit einem Nagelknipser die Fußnägel zu schneiden.
Ein paar Tage später hatte ich in der City Nord bei einem Konzern ein Vorstellungstreffen mit ca 20 Mitbewerbern. Dort kam ich ins Gespräch mit den anderen und erfuhr, dass dieser Druckereichef die Nummer mit dem Nagelknipser auch mit anderen Bewerbern abgezogen hat. Das war mein Einstieg in die Arbeitswelt der BRD, ein Land in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Doch auf dessen reale Arbeitswelt man nicht vorbereitet wurde.
Statt einer Lehre machte ich dann erst mal die Fachhochschulreife in Raumgestaltung und Grafik Design. Danach dann doch noch eine Lehre und zwar als Friseur, weil mir nichts Besseres einfiel.
Während der Ausbildungsjahre hat uns ein Lehrer in der Berufsschule immer wieder vor einem bestimmten Friseurbetrieb gewarnt. Man solle sich da als Frau auf keinem Fall bewerben, denn der Friseurmeister hat eine Kammer im Keller, wo ein Bett steht und das Bett teilt dieser Friseurmeister gerne mit dem weiblichen Personal. Ob die wollen oder nicht.
Nach meiner Lehrzeit suchte ich einen neuen Salon und hatte ein paar Bewerbungsgespräche. Ich stand dann irgendwo in Ohlsdorf in einem Friseursalon, der Salon wirkte etwas veraltet, schien jedoch gut zu laufen. Der Friseurmeister und Besitzer des Salons, begrüßte mich abschätzend lächelnd. Dieses Lächeln erinnerte mich unwillkürlich an die Warnung des Berufsschullehrers. Doch ich bin ja ein Mann und mich wird der wohl nicht penetrieren wollen, dachte ich und lächelte zurück.
„Dann kommen Sie doch mal mit in mein Arbeitszimmer“ sagte der Friseurmeister, und wir gingen in sein „Arbeitszimmer“ im Keller! Tatsächlich stand in diesem Kellerkabuff ein Bett. Mir wurde schlagartig klar das ich in der Höhle des Sexnötigers sitze. Die warnenden Geschichten des Berufsschullehrers waren keine Fakenews oder Urban Legends, sondern wahr. Nun saß ich dem größten Arschloch der Hamburger Friseurszene gegenüber. Er sah sich meine Bewerbungsunterlagen an und wiederholte meinen Namen. Er kannte meinen Namen, denn ich schrieb als Azubi für die Schulzeitung der Berufsschule für Friseure, und ein extrem bissiger Artikel von mir hatte es in eine Europaweit erscheinende Friseurfachzeitschrift geschafft. Eine andere kritische Satire schrieb ich in einer Bundesweit erscheinenden Fachzeitschrift, und die Schulzeitung wurde in fast allen hamburger Salons gelesen.

Unvermittelt hielt der Friseurmeister ein 15 cm langes Küchenmesser in der Hand, mit der Spitze auf mich gerichtet und ich glaube er fragte mich damals ob ich Angst hätte. Ekel, war das Gefühl beim betrachten diese ca 50 jahre alten Mannes, doch Angst konnte mir dieser Versager nicht machen. Die Situation war eher lächerlich. Er steckte das Messer wieder weg, und ich fragte mich wie so ein mieser Wichser es schafft einen Friseursalon am laufen zu halten. So stand ich dann einfach auf, verabschiedete mich knapp, ließ ihn in seinem Kellerloch sitzen und hakte das Bewerbungsgespräch als „mies“ ab.
Meine Friseurkarriere als Friseurgeselle wurde durch die Wehrpflicht unterbrochen und nach erfolreichen Neustart durch einen Trümmerbruch im linken Ellenbogen beendet.
So jobbte ich erst mal in der Logistik rum und wartete bis ich Studieren konnte. Ich wollte meiner eingebildeten sozialen Ader folgen und Sozialpädagogik studieren. Doch wer studiert und aus der Arbeiterklasse kommt, ist auf Bafög angewiesen und muss neben dem Studium jobben und Bewerbungsgespräche führen.
Studieren war dann doch nicht so einfach wie ich es mir anfangs vorgestellt hatte, doch die Jobsuche als Student war damals unkompliziert und schnell. Beim Studentenwerk gab es immer Jobs, selbst für Spätaufsteher wie mich.
Besonders toll ist es auch wenn man im Warteraum direkt von einem potentiellen Arbeitgeber angesprochen wird. Da fühlt man sich geschmeichelt und „auserwählt“. Mich sprach im Warteraum des Studentenwerks eine gepflegte Mittdreißigerin an. Sie meinte das sie Studenten für einen guten Job suche und ich würde ins Profil passen. Es war nicht ungewöhnlich das seriöse Arbeitgeber, wie zum Beispiel D.E.S.Y., im Warteraum Studenten direkt ansprechen. Die Frau gab mir ihre Karte und ich machte am nächsten Tag einen Termin klar.
Der Neubaukomplex der Firma in Stellingen war nichtsagend , genau so wie das Firmenschild. Ohne Wartezeit wurde ich von der Empfangsdame zum Bewerbungsgespräch geführt. Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich als ich einen Sitzungssaal betrat, den man sich nur als sehr solvente Firma leisten kann.
Normalerweise finden Bewerbungsgespräche in einem Büro statt, doch da lief ne ganz andere Nummer: Ungefähr 20 Menschen in Anzügen saßen mir an einem riesigen runden Tisch gegenüber. Ein in der Mitte sitzenden Anzugträger begrüßte mich und fing an über sich zu reden. Es war also nicht so, dass ich mich da beworben hätte sondern dass diese Firma sich bei mir bewarb. Der Typ, ungefähr mitte 20, erzählte mir wie erfolgreich er doch sei und das er sich ja diesen tollen Anzug leisten könne. Die anderen Anzugträger beobachteten ihn genau, scheinbar wurde er getestet von der Firma die sich scheinbar bei mir bewarb. Der Typ wirkte unsicher auf mich doch er wollte mir vermitteln wie toll doch sein Job in dieser Firma wäre. Das passte nicht zusammen und ich hakte nach und fragte ihn um was es sich bei diesen Job denn überhaupt handelt? Als Antwort erhielt ich sowas wie „Ich kann mir diesen tollen Anzug leisten, den ich hier grad trage“. Also wurde ich präziser und fragte ob ich Versicherungen oder Geldanlagen für diese Firma verticken soll, ob es ein Vertreterjob wäre und warum das Gespräch in einem Saal mit 20 Leuten geführt wird. Doch mir wurde wieder mit etwas wie „Der Job ist so gut ich kann mir sogar einen Mercedes leisten“ geantwortet. Ich rieb mir die Augen, kratze mich am Kopf, lächelte in diese merkwürdige Runde, stand dann auf und bin gegangen, das war mir einfach zu blöd. Diesmal hatte ich wirklich auf eine subtile unterschwellige Art und Weise Angst, denn ich fühlte mich wie ein Versuchskaninchen.

Bis heute weiß ich nicht was diese Firma eigentlich gemacht hat. Damals konnte man Firmen nicht einfach googeln, denn das Internet steckte noch in den Kinderschuhen.
Ich gab das Studium auf und versuchte mich als selbstständiger Fahrradkurier, bis ich gemerkt habe wie gefährlich dieser Job ist. So fand ich dann über eine Zeitarbeitsfirma wieder ins normale Arbeitsleben zurück. Die Zeiten hatten sich jedoch geändert, Jobs waren knapp, wurden mies bezahlt und Arbeit fand man fast ausschließlich über Zeitarbeitsfirmen. Hire and fire, war das Motto der Zeitarbeitsfirmen zu der Zeit. Man wurde meist nur sechs Monate beschäftigt, weil es sonst zu einer Lohnerhöhung gekommen wäre.
So kam es, das ich plötzlich arbeitslos war und ich zum ersten mal in meinem Leben Angst bekam, keinen mehr Job zu finden. Um in meinem gelernten Job als Friseur zu arbeiten hätte ich quasi eine Wiedereinstiegsausbildung machen müssen. Außerdem mochte ich die Arbeit in der Logistik, denn man bleibt körperlich fit, dachte ich damals. In einer Zeitung fand ich dann ein interessantes Jobangebot, rief an und vereinbarte einen Termin. Laut Jobangebot handelte es sich um eine Firma die Container be-und entlädt. So stand ich dann vor einem Mehrfamilienhaus ohne Läden im Erdgeschoß, ohne Anzeichen für irgendeinen Firmensitz. Ich klingelte und mir wurde geöffnet. Die Firma war eine stinknormale Wohnung.
Die Frau vom Chef führte mich in das Wohnzimmer welches mir als Firmensitz präsentiert wurde. Ich fühlte mich verarscht. Sie bat mich Platz zu nehmen, und wir warteten ein paar Minuten bis ihr Mann, der Chef kam. Der Chef sah aus, wie aus einem billigen Gangsterfilm über noch billigere Kleinganoven und Geldeintreiber. Doch ich brauchte dringend einen Job und gab dem ganzen noch eine Chance. Dann übergab ich dem Chef meine Bewerbungsunterlagen und fragte höflich nach, um was für einen Job es sich denn konkret handelte.
Der Chef fing an zu erzählen: „Es geht um Containerpacken, jedoch packen mit einem speziellen System.“ sagte er. „Ich brauche Leute die arbeiten wollen…“ das Thema weckte so eine Art pathetische Leidenschaft in diesem Mann. „Die meisten fangen hier himmelhochjauchzend an und haben dann nach ein paar Monaten keine Lust mehr, das macht mir den Laden kaputt, diese ganze Rennerei zu den Behörden, die verarschen einen doch eh nur wo die können, scheiß Behörden.“ sagte er und seine Frau ergänzte „Ja, scheiß Behörden die zocken einen nur ab.“ Grimmig fuhr der Chef fort: „Wegen dieser ganzen Rennerei zu den Behörden mach ich das jetzt auch anders, zuerst vier Wochen Praktikum, die erst Woche ganz normal arbeiten und dann wird auch mal richtig gearbeitet, auch mal bis morgens oder 24 Stunden, und das man auch mal aushalten muß wenn ich euch zusammenscheiße, weil mich ein Kunde angescheißen dann muss ich das weitergeben so läuft das nun mal, so ist das bei dem Job, da kann man nicht rumheulen.“ Stellte der Chef fest, und seine Frau hatte auch dazu was zu sagen: „Bei uns hat mal eine angefangen die hat sich zuerst auch von allen anscheißen lassen und hat dann immer geheult, bis sie dann gelernt hat wie man andere anscheißt, und jetzt heulen die anderen wenn die einen anscheißt.“ Der Chef unterbrach den Redeschwall seiner Frau: „Ich brauch Rennpferde, meine Männer sind alles Rennpferde. Es gibt Rennpferde und es gibt Ackergäule, doch ich brauch Rennpferde, meine Männer sind alles Rennpferde die stehen wie eine Eins hinter mir da gibt es nichts was dazwischen kommt, und Ackergäule kann ich nicht gebrauchen oder Leute die vom Arbeitsamt geschickt werden, die nicht arbeiten können und dann so rumstehen und rumgucken und nicht arbeiten, solche Leute will ich nicht, so einen haben meine Männer erst neulich aus dem Container getreten, der konnte nicht richtig arbeiten.“ Seine Frau wollte die Ausdrucksweise ihres Mannes ins richtige Licht rücken:“ Das meinst du doch bildlich und nicht wörtlich“ Doch der Chef meinte es so wie er es gesagt hatte: „Nee wörtlich, die ham den aus dem Container getreten, der konnte nicht richtig arbeiten.“
Der Chef und seine Frau sahen nicht aus als ob sie finanziell dazu in der Lage gewesen wären, mir pünktlich und regelmäßig Lohn auszuzahlen. Doch ich wollte trotzdem wissen, was dieser schräge Typ denn einem Rennpferd zahlen würde und fragte nach.
„Erstmal vier Wochen unbezaltes Praktikum und dann sechs Euro und einen Cent die Stunde.“ Antwortete der Chef und sah mich dabei an, als ob er mir einen Gefallen mit dem Jobangebot machen würde. Ich lehnte den Job ab und wollte meine Bewerbungsunterlagen zurück haben, worauf die Frau intervenierte: „Sie sind doch arbeitslos und kriegen Geld vom Staat? Sie kommen doch vom Arbeitsamt! Dann dürfen sie kein Jobangebot ablehnen, auch nicht einen unbezahlten Praktikumsplatz.“ Ich sah den Chef streng an und forderte meine Bewerbungsunterlagen zurück, worauf er mir die Mappe überreichte und ich so schnell es ging, diese Firma verließ.
Da ich gerade erst für zwei verschiedene Zeitarbeitsfirmen gearbeitet hatte, wußte ich das es sowas wie einen Tarif gab: Der lag bei sieben Euro und einen Cent. Per Zwang oder Drohung wurde auch nicht rekrutiert, also bislang nicht. Die Zeiten hatten sich während meines Studiums und meiner Selbständigkeit verändert, das wurde mir schmerzhaft klar.
„Büroeröffnung 30 Angestellte gesucht“ las ich bei den Jobanzeigen im Abendblatt und konnte nicht ahnen, um was für ein Scheiß es da ging.
„Kommen sie erst mal vorbei.“ hieß es bei der telefonischen Erstkontaktaufnahme auf die Frage, um was es bei dem Job eigentlich geht. Am nächsten Tag stand ich pünktlich bei dem Laden auf der Matte, wo ich dann mit 20 anderen Personen warten musste. Während ich so da saß und vor mich hin wartete, hörte ich ein paar Gesprächsfetzen, zwischen Empfansgdame und zwei Angestellten. Scheinbar ging es darum, dass diese seit zwei Monaten angestellten Mitarbeiterinnen immer noch unversichert waren.
Endlich kam ich an die Reihe und wurde zum Bewerbungsgespräch aufgerufen. Es erfreute mich, dass ich ohne Umschweife von dem jung dynamischen Personaler darüber informiert wurde, um was es bei dem Job ging. Es ging um „Kundenberatung“ die man für einen Konzern übernehme, und man könne damit so um die zweitausend Euro netto verdienen, wenn man sich denn richtig reinhängt. Das hört sich ja Klasse an, dachte ich und fragte nach, um welche Art von Kundenberatung es sich handelt. Das würde ich erfahren wenn ich einfach mal einen Tag in den Job reinschnuppern würde, das wäre die einfachste Art und Weise herauszufinden ob jemand für den Job geeignet ist oder nicht, kam prompt als Antwort. Außerdem gäbe es noch zwanzig weitere Bewerber auf diesen Job, und man wird nur den Besten einstellen, konkretisierte der Personaler. Auf meine Frage nach der Berufsbezeichnug des angebotenen Jobs wollte er nicht antworten, weil es Zeit für seine Mittagspause wäre, womit das Gespräch beendet war.
Der Job entpuppte sich als Vertreterjob für irgendeinen Telefonanbieter. Man ging von Haustür zu Haustür, klingelte überall und wer einem tatsächlich die Tür öffnete kriegte einen auswendig gelernten Text zu hören. Falls tatsächlich mal jemand einen Telefonvertrag abschließen würde bekäme man dafür Provision, ansonsten bekäme man gar nichts. Zwei Tage habe ich diesen Vertreterjob mitgemacht, das hat mich dann knapp 15 Euro Fahrgeld gekostet und dafür keinen Cent Gewinn gebracht.
So landete ich im Warteraum des Sozialamtes. Ich war bereit jeden Job anzunehmen. Nachdem meine Daten erfasst wurden, legte mir die Sachbearbeiterin Jobangebote auf den Tisch. Das erstaunte mich, denn beim Arbeitsamt gab es keine Jobs. Ohne zu zögern vereinbarte ich einen Termin mit einer der angebotenen drei Jobadressen, zufälligerweise waren das alles Zeitarbeitsfirmen. Schon am nächsten Tag stand ich am Empfangstresen der Zeitarbeitsfirma. Dort verlangte man meinen Personalausweis, und den Zettel mit dem Jobangebot vom Sozialamt. Der Perso und der Zettel vom Sozialamt wurde kopiert und man teilte mir mit, dass ich die Dokumente nach dem Bewerbungsgespräch wiederbekommen würde. Wo bin ich denn hier gelandet? Dachte ich schon wieder und wurde nach 20 Minuten Wartezeit endlich aufgerufen.

Als ich den Raum betrat begrüßte mich die Zeitarbeitsdisponentin mit einem unfreundlichen „Ich kenne sie doch!“ Doch ich kannte die Dame nicht. Ich verwies darauf, dass ich mal als Friseurazubi in der Gegend tätig war und sie mein Gesicht vielleicht daher kenne, worauf sie grimmig wurde und mich musterte als ob sie mein Gesicht von irgendeinem Fahndungsfoto her kennt. Sie stellte fest das ich vom Sozialamt geschickt wurde und dass sie mein Gesicht trotz meiner Leugnung kenne. Sie war sich sicher dass ich schon mal für ihre Firma gearbeitet hatte. In ihren Augen war ich scheinbar ein Lügner. Sollte ich lügen und mir ein Szenario ausdenken in dem ich diese Frau kenne, nur damit dieses Bewerbungsgespräch gut läuft, fragte ich mich verwirrt.
„Was für Jobs haben sie denn?“ Wollte ich von der Disponetin wissen.
„Scheiße schieben,“ Sagte sie, „so mit Gummistiefeln und so,außerhalb von Hamburg, eineinhalb Stunden Fahrzeit, aber drei Stunden Fahrzeit am Tag müssen Sie akzeptieren.“ Meine Verwirrung legte sich nach diesem Schockmoment und gefasst fragte ich Sie nach dem Lohn. Sechs euro und einen Cent pro Stunde, sollte der Lohn Brutto sein, das wären Netto 750 Euro im Monat. Ich rechnete ihr vor, dass ich 450 Euro Miete und 50 Euro Strom zahle und mindestens 60 Euro für ne Monatskarte nach außerhalb bezahlen müsste und dann weniger als 150 Euro im Monat zu leben hätte, und das bei einer 40 stunden Woche. Ihre Antwort war “ Meine Mitarbeiter kommen alle wunderbar mit 750 Euro im Monat aus.“ Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich abermals, und dann legte sie erst richtig los: „Wenn sie hier nicht arbeiten wollen weil ihnen der lohn nicht passt ruf ich beim Sozialamt an und sage, dass sie ein Arbeitsverweigerer sind! Dann werden Ihnen 25% sozialhilfe gekürzt.“ Es gäbe einen Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen und der läge bei sieben Euro und einen Cent die Stunde, erklärte ich ihr. Das wäre eine Lüge, antwortete die Disponentin zornig. Was für ein Tarifvertrag solle das denn sein, wollte Sie wissen. Eine Frage die ich ihr als ehemaliges aktives Gewerkschaftsmitglied korrekt beantworten konnte. Eine Anwort die sie als Lüge bezeichnete, denn sie kenne nur ihren Tarifvertrag und zwar den kirchlichen Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen. Natürlich lehnte ich diese Jobangebot ab, und versicherte ihr das ich einen Job finden werde, wo man mir wenigstens sieben euro und einen Cent zahlt. Die Disponentin drohte mir: „Wenn sie diesen Job ablehnen, ruf ich beim Sozialamt an und sage dass sie ein Arbeitsverweigerer sind! Dann werden ihnen 25% der Leistungen gekürzt.“ Es wäre gefährlich gewesen für eine Firma zu arbeiten die von Anfang an Mitarbeiter diffamiert und bedroht, denn solche Leute bescheißen beim Lohn.
Das Sozialamt sanktionierte mich dann tatsächlich, aufgrund der Aussage der Disponentin, dass ich ein Arbeitsverweigerer sei. Ich warf der Sachbearbeiterin des Sozialamtes Bestechlichkeit vor, denn alle 3 Jobangebote waren von Zeitarbeitsfirmen die nur diesen ominösen kirchlichen Zeitarbeitstarif zahlen wollten, nämlich sechs Euro und einen Cent. Der Tarif für Zeitarbeitsfirmen lag damals jedoch bei sieben Euro und einen Cent. Die Sachbearbeiterin reagierte empört auf meinen Vorwurf und drohte bei Wiederholung eine noch höhere Sanktion an. So etwas wollte ich mir nicht gefallen lassen und meldete die Ereignisse der Polizei, konkreter dem Dezernat interne Ermittlungen.
Ein paar Jahre später wurde dieser kirchliche Tarif für Zeitarbeitsfirmen gerichtlich für illegal erklärt und verboten , es handelte sich tatsächlich um illegales Lohndumping.
All diese Geschichten gingen mir durch den Kopf während ich irgendwo in Eidelstedt bei einem Bewerbungstraining vom Jobcenter saß.

Die SPD Hamburg ist ein zerbröselnder Cookie

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , ,


Mit jedem G20 Sonderausschuss zerbröselt die SPD Hamburg immer mehr, das hätten sich die Sozen  vorher nicht vorstellen können.

Die SPD Hamburg kann man in zwei Teile zerlegen, einmal in die SPD vor dem G20 und dann in eine SPD nach dem G20:

  • Vor dem G20 waren die Umfragewerte in Hamburg gut für die SPD, nach dem G20 sind die Umfragewerte mies.
  • Vor dem G20 verkündetet die SPD das der G20 keine Kosten für die Stadt bringen werde, nach dem G20 häufen sich die Kosten für Hamburg auf fast 90 millionen Euro.
  • Vor dem G20 hatte der Innensenator Grote den Anschein erweckt er wüßte was er tue, nach dem G20 will er uns erklären wie sein Scheitern zustande kam.
  • Vor dem G20 hat die SPD alle ausgelacht die sich Sorgen wegen dem G20 machten, nach dem G20 lacht keiner mehr bei der SPD Hamburg.

Grote fühlte sich während des G20 ohnmächtig, er gibt also den Kontrollverlust zu, doch läge die Schuld am Kontrollverlust während des G20 nicht an ihm persönlich sondern daran, dass man sich die Vorfälle in Altona schlicht weg und einfach nicht hätte vorstellen können.
Wenn 20 der mächtigsten Politiker sich in Hamburg zum G20 versammeln, muss man sich als Innensenator vorher alles mögliche vorstellen können, damit so ein G20 mit jeglicher möglicher Gefahrenlage zurechtkommt. Doch Herr Grote ist vor dem G20 mit einer rosaroten Brille durch die Gegend gelaufen und hat, wie ein Jünger des Heilsbringers Olaf, brav die Botschaft des Scholz runtergebetet:

„Sorget euch nicht, das ist wie Hafengeburtstag“

Doch richtig spannend wird es jetzt erst:
Laut Aussage eines Beamten bei einem Gerichtsverfahren, sind mehrere Polizisten als schwarz vermummte ANTIFA verkleidet im schwarzen Block bei der „welcome to hell“ Demo mitmarschiert …
https://www.abendblatt.de/hamburg/article214321549/Sind-Polizisten-bei-G20-im-Schwarzen-Block-mitmarschiert.html

Tja, was soll man da noch sagen?

Vielleicht sollte man fragen warum Innensenator Grote das nicht von Anfang an zugegeben hat? Auch eine gute Frage wäre, seit wann der Senat Hamburg das von den verdeckten vermummten Ermittlern bei „welcome to hell“ wußte. Oder hat der Senat Hamburg am Ende gar keine Ahnung was bei dem G20 tatsächlich abging?

G20 du willst es doch auch

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , ,


He  du hübsche Perle

ich werd ne Weltstadt aus dir machen

doch zuerst zieh dich mal aus

für nen Gangbang mit Bullen, Politikern und Krawallos

die ganze Welt wird dich sehen

dein Feuer

deine Leidenschaft

und die freiwilligen Putztrupps

die dich nach dem Gangbang sauberwischen

die Kamera liebt es wenn du so schockiert guckst

besonders Nachts

wenn bei dir „die Schanze“ brennt

und ich  mit einem Glas Schampus in der Hand

in dem Helikopter über dir

dabei zusehe

komm, Hamburg meine Perle

Du willst es doch auch

erst recht  wenn Du NEIN sagst

 

 

offener brief an bundeskanzler olaf von scholz

Schlagwörter

, , , , , ,


Offener Brief an „Bundeskanzler“ Olaf von Scholz

Lieber Olaf

HAMBURG war schon eine Weltstadt bevor du  zur Welt kamst. (Das mal als #funfact am Rande.)

Hamburg ist eine Handels & Logistik Stadt. Import / Export, jede Sekunde ist wertvoll.

Da stören Olympia und G 20 Veranstaltungen erheblich, darum hat Hamburg Olympia und G 20 abgelehnt, außerdem hat Hamburg so einen Tüddelkram gar nicht nötig um eine Weltstadt zu sein, das ist sie ja schon längst.

Und ja, lieber Olaf – HAMBURG wird auch ohne dich Weltstadt bleiben

und tschüß

 

LOLhumans – Folge 5

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu

Was bisher geschah: Hier klicken

Folge 5

Szene 1

Innen, Tag

Auf dem Planeten Plaja Dane, sitzt in einer futuristischen Eigentumswohnung ein Mensch mit dem Namen Boris.
Er surft mit seinem Smartphone durch das UniverseWeb. Plötzlich springt er auf.

BORIS:
Die Erde! Internetzugang zur Erde!

Boris setzt sich wieder hin und fängt eilig  an eine E-Mail zu tippen:

Mein Name ist Boris und ich schreibe Ihnen diese Zeilen nicht von einer irdischen E-Mail, ich schreibe von dem Planten Pleja Dane.
1967 wurde ich in der DDR geboren, am 14 März 1987 mitten in der Nacht war ich grad mit dem Fahrrad auf einer Landstrasse unterwegs, als ich auf einen Kornfeld ein merkwürdiges Fahrzeug und eine Gruppe junger Leute sah, sie tanzten und hörten fremdartige Musik, sie riefen mich zu sich und ich dachte mir nichts dabei und ging hin. Wir kamen schnell ins Gespräch und zufällig hatte ich ein pfund Kaffee dabei. Wegen dem Kaffee sind diese Leute fast in Ohnmacht gefallen, so sehr haben die sich darüber gefreut. Alles was ich dann noch weiß ist das ich hier aufgewacht bin, und dachte ich bin im Westen gelandet, dass ich auf einem fremden Planeten bin habe ich erst Jahre später gemerkt. Ich dachte ich wäre irgendwo in Japan. Anfangs wurde ich in TV Shows vorgestellt, das war ziemlich demütigend denn uns Menschen hält man auf Plaja Dane für witzige Äffchen oder besser gesagt „LOLhumans“. Natürlich wollte ich auch wie jeder andere raus aus der DDR, dem Ost-Block, doch das meine „unfreiwillige Flucht“ auf einem anderen Planeten endete konnte man ja nicht vorher ahnen.

 

Szene 2

Innen,Tag

In einem nobel eingerichteten Büro in der Chefetage des bekanntesten Boulevardblattes in Deutschland. Der Chefredakteur Dirk Manndiek liest eine E-Mail vor. Zuhörer sind der Chef vom Dienst Horst Pfosten und ein Nerd mit dem Namen Ulli aus der I.T. Abteilung.

MANNDIEK:
„Natürlich wollte ich auch wie jeder andere raus aus der DDR, dem Ost-Block, doch dass meine „unfreiwillige Flucht“ auf einem anderen Planeten endete konnte man ja nicht vorher ahnen. Ich weiß nicht warum ich plötzlich Zugang zum Internet der Erde habe, es muss wohl ein Plajadaner mit seinem Smartphone auf der Erde rumlaufen. Mir geht es eigentlich darum, dass sie meine Eltern informieren, dass ich noch lebe. Ich habe nicht heimlich rübergemacht in den Westen und die Stasi hat mich auch nicht verschleppt, sagt meinen Eltern das es mir gut geht, und wenn ich den Job als Show-Tänzer bekomme kann ich mir auch mal einen Urlaub auf der Erde leisten…..“

HORST PFOSTEN, genervt:
Ist das ein Drehbuch? Machen wir jetzt auch noch Filme? Und meine dritte Frage Dirk, was soll ich hier?

ULLI, vorsichtig einwerfend:
Die E-Mail ist wohl tatsächlich echt…

HORST PFOSTEN, arrogant zu Ulli:
Hab ich gesagt „Arsch melde dich“.

MANNDIEK:
Ein Drehbuch? Horst, dir ist klar das kein Mensch, außer Uroma und Uropa, noch eine auf Papier gedruckte Zeitung kaufen. Ich komm irgendwo in diesem Konzern unter, doch du solltest nach jedem Strohhalm greifen der diese „Zeitung“ hier noch retten kann.

HORST PFOSTEN, sachlich:
Dirk, wir bringen UFO Stories, die Leute lieben solche Geschichten, doch wir schreiben immer mit einem „Fragezeichen“. Wir sagen nie „Wir sind sicher das es ein UFO ist“ selbst wenn wir sicher wären, und das hat auch einen Grund, du kennst den Grund.

MANNDIEK:
„Wir dürften  es keinem sagen weil sonst alle durchdrehen.“ Doch drehen die wirklich alle durch? Und wenn die alle durchdrehen dann haben wir doch noch eine Story, ich seh schon die Headline: UFO PANIK – DREHEN JETZT ALLE DURCH!

HORST PFOSTEN, sauer:
Dirk! Alter, drehst du jetzt komplett durch! Was kommt als nächstes „DIE TAGEBÜCHER VON JESUS“ oder was? Wollen wir uns zu Vollidioten machen wie damals der Stern.

MANNDIEK, unbeirrbar:
Ulli, hat die ganze Sache überprüft, er hat Freunde bei diesem chaotischem PC Club …

HORST PFOSTEN, aufgeregt:
Irgendwelche Hacker haben die Sache jetzt auf dem Radar!

ULLI, sachlich:
Ich kann ihnen versichern das kein einziger Hacker auf der Welt durchdreht weil es eine E-Mail von Ausserirdischen gibt, das würde kein vernünftiger Hacker oder Internet Nerd überhaupt glauben. Ganze Herrscharen von Bloggern würden „beweisen“ das diese „Alien E-Mail“ ein Fake der Illuminaten, Bilderberger oder NWO ist um uns alle zu verwirren und zu knechten.

Ulli lächelt über sich und seinen subtilen Humor auf Meta Ebene, doch die genervten Blicke von Manndiek und Pfosten lassen sein Lächeln schnell vergehen.

MANNDIEK, verschwörerisch zu Horst Pfosten:
Wir schreiben die Story mit einem dicken „Fragezeichen“ exklusiv in der Print Ausgabe. Was soll uns denn da passieren.

HORST PFOSTEN,sachlich:
Wir schreiben das mit einem extra dicken „Fragezeichen“, und zwar am Anfang und am Ende des Artikels.

MANNDIEK:
Ausserdem weiß ich von einen Informanten bei der Polizei, dass es eine Dienstanweisung gab, jegliche UFO Meldungen Ernst zu nehmen.
Doch das beste ist, es gibt angeblich noch eine zweite E-Mail und ein Video und das soll „angeblich“ demnächst auf dieser Internet Enthüllungsplattform „geleakt“ werden. Verstehst du?

HORST PFOSTEN, überzeugt:
Es ist bereits eine Story.

MANNDIEK:
Wann können wir drucken?

HORST PFOSTEN, am rauseilen:
Kündige es online „ganz gross“ an, auf allen Kanälen! In ein paar Stunden geht ein „EXTRA BLATT“ raus!

MANNDIEK, verschwörerisch zu Ulli:
Pass auf, du bekommst eine million Euro wenn du mir das UFO Video und die zweite Alien E-Mail beschaffst bevor es im Internet „geleakt“ wird.

 

Szene 3

Innen,Nacht

In der Küche der Wohngemeinschaft sind Jan Hagen, Magnus,Hyromimus, Chebubu, Ashtart und Tzisha. Auf dem Tisch stehen Bierflaschen, Wodka, Rum, red Bull Dosen und Cola. Magnus und Tzisha tanzen eng umschlungen zu der Musik die aus dem Smartphone von Ashtart kommt. Chebubu, Ashtart, Hyronimus und Jan Hagen sitzen in feucht fröhlicher Runde am Tisch und unterhalten sich angeregt.

CHEBUBU, angetrunken:
„…. weil denen beim trinken immer der Klodeckel auf den Kopf fällt!“

Hyronimus, Ashtart und Jan Hagen lachen laut.

JAN HAGEN, lallend:
Moment, Moooooment … ein Witz hab ich, hicks, auch noch, hicks, kommt ein Ostfriese in einen ….

ASHTART, lallend erklärend zu Chebubu:
Ostfiesenwitze sind das gleiche wie bei uns die Zyrkodianesenwitze.

JAN HAGEN, angetrunken:
Geht auch so, ein Zyrkodianananese kommt in einen Schuhladen und will, hicks, ….und will einen Globus kaufen.

Hyronimus, Chebubu und Ashtart lachen laut und debil.

CHEBUBU, schwer lallend:
Also diese Cola, dieses Koffein und dieser Rum, das ist der beste Drink im ganzen verdammten Quadranten.

ASHTART, betrunken:
Der beste Drink in der ganzen verdammten Galaxie.

Ashtart will sein Glas zum prosten anheben fällt dabei aber besoffen vom Stuhl. Hyronimus, Chebubu Jan Hagen und Ashtart lachen daraufhin laut und debil.

Szene 4

Innen, Nacht

In einem riesiegen unterirdischen Kontrollzentrum voller Bildschirme und Computer unter der Aussenalster in Hamburg. In einem extra abgeteiltem Konferenzraum diskutieren Jack Grammer vom CIA, Andreas Bunsen vom BND und Sir Roger von der „Delegation“ miteinander.

GRAMMER, zu Sir Roger:
Hier läuft also ein ein Alien durch Hamburg, und dieser Alien hat ein Smartphone mit Internetzugang ins Weltall, und wir sollen hier einfach ruhig sitzen bleiben.

BUNSEN:
Ich hab keine Lust der Kanzlerin irgendeine UFO Story zu erzählen, mir ist das ganz Recht, dass wir in dieser Sache einfach gar nichts unternehmen.

SIR ROGER, ernst:
Diese Wesen von anderen Planeten, sind hochintellektuelle, extrem intelligente Wesen. Nur ausgebildetete Fachleute, unerschrockene Experten dürfen mit diesen Ausserirdischen Wesen in Konakt treten.

BUNSEN:
Und wir wissen ja alle was der CIA macht wenn die mal ein Alien in die Finger kriegen.

GRAMMER, abwiegelnd:
Ach, alles nur Gerüchte und die Filme sind  so echt wie 25 Euro Noten.

SIR ROGER:
Wir haben seit 1972 keinen Kontakt mehr zu den „grossen Meistern aus dem Himmel“ gehabt, und es darf nicht passieren das diese komplexen Lebensformen auf die falschen Menschen treffen. Diese Wesen sind in ihrer Reinheit, Weisheit und Entwicklung uns Menschen um Jahrhunderte überlegen. Diese Wesen sind quasi Götter.

Szene 5
Innen,Nacht

In der Küche der Wohngemeinschaft tanzen Jan Hagen, Magnus,Hyromimus, Chebubu, Ashtart und Tzisha sturzbesoffen, ausgelassen und ungelenk zu dem Song „Atemlos“ von Helene Fischer der wegen der Lautstärke verzerrt aus dem Laptop von Magnus kommt.

FOLGE 6

NEU AUF

https://alieninternet.wordpress.com/

LOLhumans – Folge 4

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu

Was bsiher geschah: Hier klicken

Folge 4
„Die Party“

Szene 1

Innen, Abend

Ashtart, Jan Hagen, Magnus, Chebubu, Wutangh und Tzisha
stehen etwas steif in Ashtarts Zimmer herum.

ASHTART:
He…. will jemand einen Kaffee? Das ist eine Spezialität auf der Erde.

WUTANGH, überheblich:
Ist das wieder so ein Fraß aus Matsch den diese Humans so essen.

JAN HAGEN:
„Diese Humans“, …äh Moment mal was soll das denn heißen.

TZISHA, noch überheblicher:
Wutangh, sei lieber vorsichtig, bei den Humans weiß man nie ob die gleich mit ihren Fäkalien werfen, oder einen Zähne fletschend anspringen.

MAGNUS, leise zu Jan Hagen:
Das sind ganz schön viele Vorurteile für „so einen kleinen Kopf“

TZISHA, arrogant:
Voruteile? Ich rede von Tatsachen. Unsere Spezies ist eurer „Art“ technisch und moralisch um Lichtjahre vorraus.

MAGNUS, spöttisch:
Also haltet ihr euch selbst auch für Ausserirdische?

CHEBUBU, zu Ashtart:
Ashtart, hast du mal wieder vergessen zu erzählen das du kein Mensch bist?

ASHTART:
Ich mach erstmal Kaffee, Jan Hagen kannst du mir bitte helfen.

 

SZENE 2
Innen, Abend
In der Küche sind Jan Hagen und Ashtart. Jan Hagen bereitet den Kaffee zu.

ASHTART:
Versuch den besten Kaffee zu machen den du je gemacht hast.

JAN HAGEN:
Was? Was hast du immer bloß mit  „Kaffee“?

ASHTART:
Chebubu kennt jemenden der den ganzen 6 Quadranten mit Koffein beliefert, das Zeug ist extrem wertvoll da wo ich her komme, und du kannst eine Menge Geld verdienen wenn du mitspielst.

JAN HAGEN:
Und warum kaufst du nicht selbst Kaffee?

ASHTART:
Weil ich ein Ausserirdischer bin und auf der Erde ohne Sondergenehmigung eigentlich nichts „wertvolles“ kaufen darf.

JAN HAGEN:
So ein Schwachsinn, du solltest wirklich mal zum Psychologen.

ASHTART:
Du willst einen Beweis dafür  dass ich ein Ausserirdischer bin?

JAN HAGEN:
Wie willst du diesen Blödsinn denn Beweisen?

ASHTART:
Du hast dich nicht geirrt, Jan Hagen, dir fehlt tatsächlich ein Finger.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone herum. Jan Hagen hält beide Hände vor Ashtarts Gesicht

JAN HAGEN:
Und warum sehe ich dann 10 Finger?

Plötzlich fängt der „künstliche Finger von Jan Hagens Hand an zu blinken und leuchten wie eine Discokugel. Jan Hagen erschreckt sich und wird kreidebleich.

ASHTART:
Ja, du hast jetzt Alientechnologie die deinen Humanfinger ersetzt.

Jan Hagen entspannt sich, der Finger leuchtet nicht mehr.

JAN HAGEN, verstört aber freudig:
Ich bin ein Cyborg.

ASHTART:
Noch viel besser, du bist ein „Alien Cyborg“.

Es klingelt an der Haustür.

SZENE 3
Innen, Abend

Im Zimmer von Ashtart stehen leise tuschelnd Chebubu, Wutangh und Tzisha. Magnus kommt mit Hyronimus ins Zimmer. Hyronimus hat noch eine Mütze auf dem Kopf.

MAGNUS:
Darf ich vorstellen: unser Kumpel Hyronimus.

CHEBUBU, zu Magnus:
Warum will dieser Human denn nicht seine Mütze abnehmen.

HYRONIMUS:
Was haben die Leute bloß gegen Kopfbedeckungen in geschlossenen Räumen?

WUTANGH:
„Traue niemals einem Human mit Kopfbedeckung“, das lernen wir schon in der Schule.

HYRONIMUS, zu Wutangh:
Ach ja, wisst ihr was man bei uns sagt „traue niemals einem Alien mit einem Smartphone“.

CHEBUBU, zu Hyronimus:
Was soll das denn heißen?

HYRONIMUS:
Was das heißen soll?

Ashtart und Jan Hagen kommen mit gefüllten Kaffeebechern zurück ins Zimmer

CHEBUBU, freudig erregt:
Koffein! Ich rieche Koffein, richtig gutes potentes Koffein.

Die Kaffeebecher werden verteilt.

ASHTART, zu Chebubu, Wutangh und Tzisha:
Habe ich euch zuviel versprochen, habt ihr schon jemals so einen reinen ungestreckten Koffein zu euch genommen.

Ashtart, Chebubu, Wutangh und Tzisha trinken die Kaffeebecher gierig in einem Zug leer.

TZISHA:
Ashtart, du weißt warum wir hier sind, du hast es uns versprochen.

WUTANGH:
Richtig Ashtart, wir wollen tanzende LOLhumans sehen.

Jan Hagen, Magnus und Hyronimus gucken sich fragend an

JAN HAGEN:
LOLhumans, nennt ihr uns so?

MAGNUS, verärgert: 

Was seid ihr denn für abgefuckte Rassisten.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone rum

CHEBUBU:
Vorsicht gleich werfen diese Humans mit Fäkalien.

MAGNUS:
Du Würstchen kriegst gleich meine Faust ….

Magnus, Jan Hagen und Hyronimus erstarren in der Bewegung. Chebubu, Wutangh und Tzisha klatschen freudig.

ASHTART:
Meine lieben Freunde, lassen sie uns diesen wundervollen Abend, mit fantastischem Koffein, nun auf eine höhere Ebene bringen.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone rum, und der „Alien Finger“ von Jan Hagen beginnt zu leuchten und blinken wie eine Discokugel, und aus dem Smartphone kommt nach Bollywood klingende laute Musik.  Jan Hagen und Magnus fangen wie ferngesteuert an zu tanzen.

HYRONIMUS,  laut zu Ashtart:
Bei mir wirken deine HYpnosestrahlen nicht!

Hyronimus lüftet seine Mütze und darunter sieht man Alufolie die um seinen Kopf gewickelt ist.

Ashtart, Wutangh, Tzisha und Chebubu weichen panisch vor Hyronimus zurück. Jan Hagen und Magnus tanzen unberührt weiter zur lauten Musik.

WUTANGH, panisch:
Er hat einen Aluhut, … wir müssen hier raus!

HYRONIMUS, zu sich selbst:
Ich höre noch wie sie mich auslachten wegen meinem Aluhut.

ASHTART, verhandelnd:
Hyronimus, bitte sei vernünftig. Wenn du einen Aluhut trägst können wir dich nicht kontrollieren, dann müssen wir Angst haben, dass du uns anfällst und uns umbringst nur weil wir „Aliens“ sind. Ihr Menschen seid so unberechenbar.

HYRONIMUS, heroisch:
Wisst ihr „Ausserirdischen“ denn nicht, dass der menschliche Geist sich ungern kontrollieren lässt. Des Menschen Wille ist das Streben nach Freiheit! Unbeugsam und autonom, niemals aufgebend, niemals kapitulierend! „Die Gedanken sind Frei“ so sind die Menschen.

Ashtart, verhandelnd:
Du willst mir doch mein Smartphone abkaufen.

Es klingelt an der Haustür

ASHTART, zu Magnus:
Ich mach erst mal die Tür auf, und du kannst es dir ja noch überlegen.

Ashtart, verlässt den Raum um die Haustür zu öffnen.

WUTANGH, zu Hyronimus:
Hmmm, ein unkontrollierter wilder Human, das ist irgendwie sinnlich, so maskulin…

CHEBUBU, zu Wutangh:
Doch der Aluhut sieht ziemlich bescheuert aus.

Wutangh, Tzisha und Chebubu lachen spöttisch. Ashtart betritt mit Regina wieder das Zimmer.

REGINA:
He, Leute ich bin Regina. Mein kleiner Ashtart hat wohl vergessen mich heute einzuladen.

Regina gibt Ashtart flirtend einen Klaps auf den Po.

WUTANGH, sauer:
ASHTART, du Sohn eines kavanuwistischen Zirkob, hast du es etwa mit dieser Human Schlampe getrieben.

REGINA, zu Wutangh:
Oh, du siehst ja richtig süß aus wenn du sauer bist, Kleines. Etwa verspannt, im Rücken? Ich kann da helfen, meine Finger lösen jede Verspannung, auch wenn sie noch so „tief sitzt“.

WUTANGH, verwirrt:
Ich…äh, ja tatsächlich bin ich etwas verspannt, wir sind ja auch von sehr weit hergekommen, das war eine lange Reise.

ASHTART:
Das ist  alles ganz anders als es aussieht. Wutangh, ich kann dir doch alles erklären, es ist…

REGINA, dominant zu Ashtart:
Alter, du hälst mal besser erstmal schön die Fresse. Ihr Männer seid doch alle gleich.

HYRONIMUS, zu Ashtart:
Du, leg dich besser nicht mit Regina an.

Regina nimmt Wutangh in den Arm.

WUTANGH, zu Regina:
Hast du Kaffee bei dir?

REGINA:
Einen ganzen Sack voll ,meine Hübsche.

WUTANGH:
Dann lass uns zu dir gehen, die Party hier ist vorbei.

REGINA:
Hübsche Ohren hast du.

Regina und Wutangh verlassen Arm im Arm die Wohnung. Man hört wie die Tür zugeschlagen wird. Ashtart fummelt an seinem Smartphone rum und die Musik verstummt. Jan Hagen und Magnus hören auf zu tanzen und erstarren wieder mitten in der Bewegung.

CHEBUBU:
Ist noch was von diesem „Kaffee“ da?

SZENE 5

Innen, Morgens

Washington.Im oval Office des weißen Hauses sitzen der Präsident und ein Mann namens „Sir Roger“, sie diskutieren.

PRÄSIDENT, aufgeregt:
Handelsabkommen? Ein Handelsabkommen mit Aliens? Wollen sie mich verarschen!

SIR ROGER:
Mister Präsident, wir die „Delegation“ sind eine Gruppe der reichsten Menschen des Planeten. Bei allem Respekt Mister Präsident, die „Delegation“ bestimmt darüber ob sie weiter regieren dürfen oder ob sie schon morgen „freiwillig“ zurücktreten.

Der Präsident wird vor Zorn knallrot im Gesicht

SIR ROGER
Die „Delegation“ arbeitet schon seit über 500 Jahren an diesem Handeslabkommen, und sie haben ja selbst gesehen wie diese Ausserirdischen auf fällige Rechnungen reagieren. Es ist sehr schwierig und komplex mit diesen Wesen von anderen Planeten zu kommunizieren.

PRÄSIDENT, wieder mit normaler Gesichtsfarbe:
Warum wußte ich von der ganzen Sache nichts.

SIR ROGER:
Weil „Präsidenten“ dazu neigen zu viel Öffentlich erzählen zu wollen um sich zu profilieren. Einen Vorgänger von ihnen mussten wir sogar in aller Öffentlichkeit „zum Schweigen“ bringen. Oder „der andere“ der mit dem blauen Auge, das war kein Brezel ….

PRÄSIDENT:
Und was soll ich machen, soll ich etwa der ganzen Welt verkünden das wir nun ein Handelsabkommen mit den „Aliens“ haben, so dass ich wie der letzte Idiot und Aluhutträger da stehe.

SIR ROGER:
Nein, sie machen erstmal gar nichts. Sie rufen auch die Geheimdienste zurück, in dieser Sache wird gar nichts von Regierungsseite unternommen. Und noch ein persönlicher Tipp, machen sie keine Witze über Aluhüte.

Ende Folge 4

LOLhumans Folge 3

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , ,


LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu Was bisher geschah: Hier klicken

Folge 3

Szene 1

Innen, Tag

Im Oval Office des Weissen Hauses in Washington.
Der Präsident der USA sitzt in seinem Sessel am Schreibtisch und schaut versonnen aus dem Fenster.
Sein Staabschef und die Frau vom Verteidigungsministerium stehen im Raum und diskutieren.

PRÄSIDENT:
Wir dürfen es keinem sagen weil die sonst alle durchdrehen

STABSCHEF, bestätigend:
Ja, Mister Präsident.

FRAU VOM VERTEIDIGUNSMINISTERIUM:
Sir, wir haben eine Ausserirdische E-Mail abgefangen, ausserdem sind in Germany bei einer Stadt namens Hamburg Kornkreise aufgetaucht….

STAABSCHEF, spöttisch:
Kornkreise, glauben wir jetzt an Kornkreise oder was.

PRÄSIDENT, leicht abwesend:
Wir dürfen es keinem sagen weil  die sonst alle durchdrehen.

FRAU VOM VERTEIDIGUNSMINISTERIUM:
Sir, Mister Präsident, diese Kornkreise beinhalten so etwas wie eine E-Mail Adresse, die E-Mail Adresse von jener E-Mail die wir von den Alien Kampfschiffen abgefangen haben.

STAABSCHEF, abwertend:
Das ist doch Bullshit!

PRÄSIDENT,abwesend:
Wir dürfen es keinem sagen weil  die sonst alle durchdrehen.

Der Staabschef und die Frau vom Verteidigungsministerium gucken sich besorgt an.

FRAU VOM VERTEIDIGUNSMINISTERIUM, besorgt:
Mister Präsident, ist alles in Ordnung?

PRÄSIDENT, flüsternd:
Wir dürfen es keinem sagen weil  die sonst alle durchdrehen.

STAABSCHEF:
Mister Präsident, natürlich ist es unangenehm wenn da plötzlich eine feindlich gesinnte ausserirdische Übermacht Präsenz zeigt, und uns Menschen unsere …. äh…“

FRAU VOM VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM, genervt zum Staabschef:
Sie sind wirklich keine große Hilfe.

STAABSCHEF, weinerlich:
Die können uns mal eben so plattmachen…. und wir können nichts dagegen machen….

PRÄSIDENT, hysterisch:
WIR DÜRFEN ES KEINEM SAGEN WEIL DIE SONST ALLE DURCHDREHEN!!

FRAU VOM VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM, energisch laut:
Bei allem Respekt, Sir. Wir haben eine ausserirdische E-MAIL, es muss also in diesem Hamburg einen E-Mail Empfänger geben. Und wenn jemand  Zugang zu einem Ausserirdischem Internet hat, dann sollten wir, die grossartigste Nation des Planeten, die vereinigten Staaten von Amerika, diejenigen sein die auch einen Zugang bekommen,Sir. Oder wollen sie dem russischen Staatschef das Alien Internet überlassen…. oder den Chinesen, oder …. Nordkorea?!

PRÄSIDENT, wieder halbwegs bei Sinnen:
Verdammt nein,… nicht den Russen.

FRAU VOM VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM:
Ich erwarte ihre Befehle Mister Präsident.

PRÄSIDENT, hellwach:
Verdammte Scheiße, wir holen uns das verfickte Alien Internet!

SZENE 2

Innen, Nachmittags
Ashtart steht in seinem Zimmer in der Wohngemeinschaft und filmt sich selbst. Ein weiteres Video. Seine Zähne weisen den gelblichen Schimmer durch zu viel Kaffeekonsum auf und seine Augen sind weit aufgerissen.

ASHTART, zum Zuschauer:
YIHAAAA, he Leute warum ist Koffein eigentlich in der ganzen verdammten Galaxie verboten? Es ergibt keinen Sinn. Bam, Bam, Bam keinen Sinn, versteht ihr.
YIHAAA, BAM, BAM, BAM, Partytime- heute Abend mach ich eine PAAAARTIEEE!
UHHHHHH, darum muss ich jetzt vorbereiten, bis dann Leute. YIHAAA, BAM, BAM, BAM, Partytime!

SZENE 3
Innen,Abends

In einem Polizeirevier im Randgebiet von Hamburg. Ein Rentner steht mit seinem Rauhaardackel vor dem Empfangstresen und erzählt zwei zweifelnden Polizisten von einer UFO Landung

POLIZIST 1:
… und dann ist „das Raumschiff“ auf dem Kornfeld gelandet, und da sind 3 Leute ausgestiegen….

RENTNER:
Ja, und dann ist das UFO wieder weg geflogen und die drei, zwei Frauen und ein Mann, sind aus dem Kornfeld gekommen und auf dem Fußweg an mir vorbei gelaufen.

RAUHAARDACKEL, bestätigend:
Wuff!

POLIZIST 1:
Und diese Personen sahen ganz normal wie Menschen aus?

RENTNER:
Na ja, die hatten so Elfenohren angeklebt, die wollten bestimmt zu einer Kostümparty, oder so.

POLIZIST 1:
Das hört sich so an als ob irgendwelche Yuppies mit einem Hubschrauber unberechtigterweise auf einem Feld gelandet sind.

POLIZIST 2, ungläubig in den Dienstcomputer schauend:
Es gibt einen Eintrag,…. wir sollen ab sofort jegliche Meldungen über Ausserirdische oder UFOs Ernst nehmen und nachgehen…

POLIZIST 1:
Was wo steht das?

RENTNER:
Und was ist jetzt?

POLIZIST 1:
Also, ein anderer Kollege wird gleich nochmal ihren ganzen Fall aufnehmen und ich und mein Kollege hier, werden uns mal vor Ort die Sache angucken.

POLIZIST 2, zu Polizist 1:
Wenn das tatsächlich ein UFO war, dann dürfen wir es keinem sagen weil sonst alle durchdrehen.

Szene 4

Innen, Abnds

In der Küche sitzen Jan Hagen, Magnus und Ashtart am Küchentisch.

JAN HAGEN:
Du willst uns also sagen, dass du ein Alien bist, also ein illegaler Einwanderer.

MAGNUS:
Illegaler Einwanderer hört sich aber politisch nicht so ganz korrekt an, Magnus. Kein Mensch ist Illegal.

ASHTART:
Wie oft soll ich es noch sagen: „Ich bin ein Ausserirdischer.“ Ich komme von einem anderen Planeten, ich bin kein Mensch.

JAN HAGEN:
Siehst du Magnus, wenn er kein Mensch ist kann er auch illegal sein,…..äh was?

MAGNUS:
Du bist also ein Ausserirdischer, Ashtart… ja ne schon klar.

JAN HAGEN, lachend:
Wenn du ein Ausserirdischer wärst, dann dürften wir es keinem sagen weil ja sonst alle durchdrehen.

MAGNUS, laut auflachend:
HA, HA, HA, HA…

ASHTART:
Ihr sollt nur vorbereitet sein, weil gleich meine Gäste kommen.

MAGNUS, belustigt:
Wahrscheinlich auch Ausserirdische die mit einem UFO kommen.

ASHTART, sachlich:
Ja, genau so.

JAN HAGEN:
Ach was.

ASHTART, ernst:
Meine Freunde „aus dem All“ haben gewisse Vorbehalte gegenüber der Spezies „Mensch“, und ich will nur das ihr vorbereitet seid und eure Spezies in bester Weise repräsentiert.

JAN HAGEN:
Also deine Freunde sind rassistisch?

Es klingelt an der Haustür. Ashtart springt auf und rennt zur Haustür.

MAGNUS, zu Jan Hagen:
Ich glaub Ashtart verträgt keinen Kaffee, der dreht ja voll am Rad.

JAN HAGEN:
Ich bin ja mal auf diese „Freunde“ gespannt…. Ausserirdische, LOL.

MAGNUS:
ROFL du hast LOL gesagt.

Ashtart betritt mit drei Gästen die Küche.

ASHTART:
Darf ich vorstellen, mein bester Freund Chebubu seine Schwester Wutangh und ihre Freundin Tzisha, direkt vom besten aller Planeten, Pleja Dane.

Ende Folge 3

Folge 4

„Die Party“ 

LOLhumans Folge 2

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu

Was bisher geschah: Hier klicken

FOLGE 2

Szene 1

Innen, Morgens

In der Küche sitzt Ashtart vor dem Laptop von Magnus und tippt hektisch auf der Tastatur herum.
Der Screen wechselt von aufgeregt blinkendem rot, zu einem beruhigenden Grün.
Magnus, Jan Hagen und Hyronimus sind immer noch in der Bewegung erstarrt.

Ashtart nimmt sein Smartphone und redet in die Kamera zum Zuschauer. Ein weiteres Video.

ASHTART:
Da bin ich wieder, euer Ashtart. Wie ihr seht bin ich schweißgebadet, was an der unverfrorenen Ignoranz dieser Human Männchen liegt. Dieser Magnus bestellt einfach mal was beim „Zieeeip Konzern“ und zahlt nicht pünktlich, dabei weiß doch nun wirklich jeder in dieser Galaxie, dass der Zieeeip Konzern gnadenlos ist wenn es darum geht Schulden einzutreiben. Während ich „neue Erfahrungen“ mit einem außergewöhnlichen Human Weibchen machen durfte, haben diese drei Dummhumans beinahe dafür gesorgt, dass diese urbane Ansiedlung, in der ich mich ja gerade selbst befinde, von dem Zieeeip Konzern pulverisiert wird. Und als ob das nicht reichen würde hat Jan Hagen nun auch noch einen abgetrennten Finger. So ich muss hier nun diesen Äffchen erklären was eigentlich passiert ist, …. wobei ich nicht weiß wie die darauf reagieren werden. Bis zum nächsten Video, und wenn euch das Video gefallen hat, dann vergesst nicht meinen Kanal zu abonnieren damit ihr nichts Aufregendes verpasst.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone rum und Jan Hagen, Magnus und Hyronimus „erwachen“ aus ihrer Erstarrung.

ASHTART, ernst:
Wir müssen reden.

MAGNUS, verwundert:
Was? Warum ist es plötzlich hell? Ashtart, wo kommst du denn plötzlich her?

JAN HAGEN:
Ich dachte eben dass einer meiner Finger ab wäre.

HYRONIMUS:
Was ist los?

MAGNUS:
He, Leute ….warum ist es plötzlich hell draussen? Jetzt mal ernsthaft, warum ist es hell draussen?

ASHTART, ernst:
Freunde, Mitbewohner es ist wichtig, wir müssen uns unterhalten.

MAGNUS:
Wo ist eigentlich das Laserschwert?

Jan Hagen sieht einen Finger auf dem Tisch liegen, er hebt prüfend seine Hände vors Gesicht und merkt nach mehrmaligen nachzählen das er nur noch neun Finger hat und sein zehnter Finger auf dem Küchentisch liegt.

JAN HAGEN, völlig verängstigt:
Ahhhhhhhhh…

Ashtart fummelt an seinem Smartphone und Jan Hagen erstarrt darauf in der Bewegung.

SZENE 2

Innen, Nachts
Im Krisenraum sitzen der US Präsident, ein CIA Mann und eine Frau vom Verteidigungsministerium.

Der US Präsident sitz entspannt in seinen Sessel, er öffnet eine Flasche Whisky und schenkt sich und den anderen beiden einen gehörigen Schluck ins Glas. Der Präsident, der CIA Mann und die Frau vom Verteidigungsministerium heben
das Glas Richtung Konfernzmonitore.

PRÄSIDENT USA:
Lassen sie uns daruf trinken, dass diese Alien Bastarde wieder verschwunden sind.

Die Staatschefs in der Liveschaltung heben alle ihr Glas und man trinkt , offensichtlich entspannt nach dieser Krise. 

Auf einen der Monitore meldet sich der russische Präsident zu Wort.

RUSSISCHER PRÄSIDENT, einwerfend:

Diese Aliens sind weg, doch wir sind bestimmt nicht die einzigen die diese Raumschiffe gesehen haben, warum machen wir das nicht wie immer? Der CIA hat doch bestimmt noch ein paar Filmproduzenten in der Hand, und wir verkaufen das ganze als Filmtrailer, wie damals ….

US PRÄSIDENT, verschwörerisch:
Um Gottes Willen, kein Wort über „damals“! Ansonsten können sie beruhigt sein, unser PR Team gibt die Eckdaten innerhalb von 24 Stunden an ihre Teams weiter.

CHINESISCHER STAATSCHEF:
Diese Gespräch hat nie stattgefunden.

Die Livestreams brechen ab. Der Präsident kippt sich  einen Schluck Whisky nach.

CIA MANN, zum Präsidenten:
Wie damals…

FRAU VOM VERTEIDIGUNSMINISTERIUM
Wie nennen wir diese Operation?

CIA MANN
Es gab offiziell nie eine Operation und schon gar nicht ein „damals“, wir saßen auch heute niemals zusammen und ich habe Zeugen dafür das ich die letzten 24 Stunden besoffen in einem Hotel in Las Vegas rumlungerte.

Der CIA Mann steht auf und verlässt den Krisenraum.

CIA MANN, abmeldend:
„Mr. Präsident.“

Die Frau vom Verteidigungsministerium kippt sich und dem Präsidenten Whisky nach.

FRAU VOM VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM sinnierend :
Ich würde trotzdem gerne wissen wie viel „42 Milliarden Quontexs“ umgerechnet sind. Cheers, Mr. Präsident

SZENE 3

Innen, Morgens

In der Küche erklärt Ashtart Magnus die Situation, Hyronimus wirkt noch etwas desorientiert und Jan Hagen steht in der Bewegung erstarrt.

ASHTART, fordernd zu Magnus:
42 Milliarden Quontexs für das Laserbrotmesser sind umgerechnet 30 Euro.

MAGNUS, entschuldigend:
Ich konnte doch nicht ahnen das man sofort bezahlen muss.

ASHTART:
Du schuldest mir 30 Euro für das Laserbrotmesser und 5 Euro für den neuen Finger für Jan Hagen.

MAGNUS:
Wo bekommst du denn einen neuen Finger für Jan Hagen her, kommt der auch mit ner Drohne?

HYRONIMUS:
He, Leute vielleicht kommen wir alle erst mal runter. Jan Hagen, mach doch mal einen Kaffee.

ASHTART:
Hyronimus, Magnus ich erkläre es gerne noch einmal: Jan Hagen ist kurzzeitig deaktiviert.

MAGNUS, grinsend:
Ach wäre das geil wenn es ne Smartphone App gäbe mit der man Jan Hagen ab und zu „deaktivieren“ könnte.

ASHTART:
Magnus, wie oft soll ich das noch wiederholen auf meinem Smartphone ist genau so eine „deaktivierungs“ App.

HYRONIMUS, aufgeregt:
Hypnose Strahlen, ich wusste das es sowas gibt. Hab ich es nicht immer gesagt „Magnus“ hab ich gesagt „Magnus, die Aliens haben Hypnosestrahlen,“ das hab ich schon vor zehn Jahren gesagt. ich hab es doch gesagt!

Ashtart geht zum Fenster und öffnet es

ASHTART:
Der Finger ist da.

Eine Drohne kommt ans Fenster geflogen, scannt Ashtarts Gesicht, legt ein Päckchen auf die Fensterbank und verschwindet wieder in den blauen Himmel.

MAGNUS, an der Realität zweifelnd:
Ein Finger der via Drohne kommt? Und überhaupt,… warum blutet die Hand von Jan Hagen nicht….und warum kommt ein Finger per Drohne und nicht ein Krankenwagen, …das Laserschwert ist tatsächlich echt…. und du hast Jan Hagen deaktiviert ….und überhaupt….und überhaupt…Finger…Ausserirdische…hier …

Magnus wird bleich im Gesicht, Ashtar aktiviert eine App und Magnus erstarrt in der Bewegung.

Hyronimus:
Alter, das ist ja echt ein geiles Smartphone.

ASHTART:
Ja, gar nicht übel, doch ich bestell mir demnächst ein neues mit „dreifachen Dimensions Kern“.

HYRONIMUS:
Dann kann ich dir deins doch abkaufen, sag mir wie viel du dafür haben willst.

ASHTART:
Erst mal bau ich Jan Hagen einen neuen Finger an.

HYRONIMUS:
Ich mach mal schön lecker Kaffee.

Ashtart nimmt das Päckchen das von der Drohne gebracht wurde und entnimmt einen echt aussehenden Finger, er befestigt den Finger an Jan Hagens Hand es macht kurz leise „schwosch“ und der „neue“ Finger ist an der Hand „befestigt“. Hyronimus macht Kaffee und sieht sich dann prüfend Jan Hagens Hand genauer an.

HYRONIMUS:
Man sieht nichts, faszinierend. Doch was machen wir mit dem alten Finger?

ASHTART:
Gute Frage, doch… Moment, dafür hab ich ne lustige App.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone und der „alte“ Finger von Jan Hagen fängt darauf an sich zu bewegen. Erschrocken blickt Hyronimus gebannt auf den „untoten“ Finger.
Es klingelt an der Haustür und Ashtar geht aus der Küche um sie zu öffnen.

SZENE 4

Innen, Morgens

Im Flur steht Ashtart und öffnet die Haustür. Vor der geöffneten Tür steht Regina sie hält seine Unterhose hoch.

REGINA, flirtend:
Ich glaub du hast was vergessen, mein kleiner Honigtopf.

ASHTART,verlegen:
Oh, danke, ich hab das gar nicht… äh

Aus der Küche hört man plötzlich schrill Hyronimus kreischen

HYRONIMUS, panisch:
Es kommt direkt auf mich zu!

SZENE 5

Innen, Morgens

In der Küche kreischt Hyronimus weil der „alte Finger“ auf dem Küchentisch direkt auf ihn zugekrochen kommt.
Regina stürmt herein und ohne zu zögern hat ihre geballte Faust das krabbelnde Ding zerschmettert.

REGINA:
Was war das denn für ein Viech. Ich hasse ja diese Krabbelviecher.

HYRONIMUS, kreidebleich:
Das war …. das war …

ASHTART,abwiegelnd:
Ach, das war eine Heuschrecke.

REGINA, zu Ashtart:
Du, ich muss auch wieder los sonst komm ich zu spät zur Arbeit.

Ashtart bringt Regina zur Haustür

Zitternd steht Hyronimus auf und versucht sich einen Kaffee einzuschenken wobei er die Hälfte verschüttet.
Auf dem Tisch liegt der komplett zerschmetterte „alte Finger“. Der Tisch ist voller Blutspritzer.

Ashtart kommt in die Küche.

ASHTART, zu Hyronimus:
Wir müssen sauber machen, ich hab Gäste eingeladen.

Ashtart nimmt ein Lappen und drückt ihn Hyronimus in die Hand, Hyronimus zögert.

ASHTART, bestimmt zu Hyronimus:
Nun mach das Blutbad da sauber, heute abend kommen Gäste und die sollen doch nicht ihre Vorurteile gegenüber Humans  bestätigt sehen.

HYRONIMUS:
Was? …äh … was?

Ashtart nimmt sein Smartphone zu Hand und will eine App aktivieren, dabei blickt er genervt Hyronimus an.

HYRONIMUS, ängstlich:
Bleib mal locker, Ashtart. Lass mal deine Hypnosestrahlen stecken, ich mach ja schon.

Angeekelt fängt Hyronimus an zu putzen.

HYRONIMUS, geschäftstüchtig zu Ashtart:
Dafür krieg ich aber dein Smartphone wenn du dir ein neues kaufst.

Hyronimus, wischt den Küchentisch und die Wand ab, während Ashtart sich einen Kaffee einschenkt. Ashtart nippt an dem Kaffee und wird darauf kreidebleich im Gesicht.

ASHTART:
Koffein! Ihr trinkt Koffein!

HYRONIMUS, verwundert:
Ja, na und?

ASHTART, entsetzt:
Koffein ist eine der am meisten geächteten Drogen in dieser Galaxie.

HYRONIMUS:
Das ist jetzt ein Scherz, oder was. Ihr Ausserirdischen vertragt keinen Kaffee… das glaubt mir kein Mensch.

ASHTART, empört:
Was heißt denn bitte „ihr Ausserirdischen“ sehen wir alle gleich aus oder wie? Hab ich etwa 3 Tentakelpenisse wie lumpartische Grasocjs, oder was? Oder wachsen mir Fangzähne aus dem Anus wie bei einem Politopathen aus dem Rention Quadranten, oder wie? Nur weil ….“

HYRONIMUS, unterbrechend:
Dann putz doch selbst, ich lass mir von so einem daher gelaufenen „Alien“ doch nicht vorwerfen ich wäre rassistisch.

ASHTART, überheblich:
Ihr Humans könnt doch nichts für euren Rassismus, das ist bei euch „Menschen“ genetisch bedingt.

HYRONIMUS,spöttisch:
So so, sag mal Ashtart…. äh… was passiert denn eigentlich wenn ich eurem „Star Command“ mitteile, das du dir hier auf dem Planeten Erde jede Menge Koffein reinziehst?

ASHTART, besorgt:
Du hast recht.

Ashtart betätigt eine App und Hyronimus erstarrt in der Bewegung. Daraufhin geht er durch die Küche und entfernt von verschiedenen Stellen extrem kleine Kameras die er zwecks Livestream überall heimlich angebracht hatte. Nachdem die
letzte Kamera eingesammelt ist, kippt sich Ashtart gierig einen kräftigen Schluck Kaffee nach.

Ashtart fummelt an seinem Smartphone rum und Hyronimus, Jan hagen und Magnus erwachen wieder aus der „Deaktivierung“

Jan Hagen starrt auf seine Hände und zählt nach

JAN HAGEN:
Zehn! Zehn Finger! Ich hab zehn Finger.

MAGNUS, verdattert;
Was, …?

Hyronimus guckt auf seine Armbanduhr.

HYRONIMUS:
Oh, ist ja auch schon spät, ich muss los, bis heute abend.

Hyronimus steht auf und verlässt die Küche.

HYRONIMUS, in die Runde:
Tschüß, bis heute abend.

Hyronimus verlässt die Wohnung, man hört wie er die Tür zuschlägt.

Jan Hagen zählt zur Sicherheit nochmal und nochmal seine Finger durch.

ASHTART, zu Magnus:
Also du schuldest mir noch 35 Euro.

MAGNUS:
Wo ist denn das Laserbrotmesser eigentlich?

ASHTART:
Es ist kaputt, du hast es doch fallen lassen. Es ist auf den Küchentisch gefallen, es gab eine Hypnodimensions Verpuffung, und darum habt ihr hier stundenlang bewegungslos rumgestanden. Magnus, man bestellt nicht so einen billigen Schrott, bevor du wieder was bestellst , frag zuerst mich!

Jan Hagen zählt immer noch seine Finger. Magnus grübelt und schaut dabei Ashtart kritisch an. Ashtart schenkt sich noch gierig einen Kaffee nach. Er trinkt die ganze Tasse in einem Zug aus.

ASHTART, euphorisch:
„Verdammt nochmal, ich liebe diesen Planeten.“

Ende Folge 2

Für Folge 3 : Hier klicken

LOLhumans – Folge 1

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , ,


LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu

FOLGE 1

Intro:

Innen, Mittag

Im Treppenhaus eines Altbaumehrfamilienhauses vor einer Wohnungstür.
Ashtart, ein Ausserirdischer der vom Aussehen her stark an einen Elb aus Herr der Ringe ähnelt, redet in die Kamera, er dreht ein  Video im typischen Youtuber Style.

ASHTART, erklärend in die Kamera zum Zuschauer:
Hier ist  Ashtart!  Ich mache eine Webserie über LOLhumans, und zwar mit den lustigen aus dem 4 Quadranten. Wir haben alle über „LOLhumans auf dem Mond“ gelacht, doch wer sind diese Humans überhaupt wirklich? Dieser Frage gehe ich nach. Man kann sich ganz locker vom UniversWeb in das Internet des Planeten Erde einklinken und Wohnunterkunft finden. Zahlungsmittel braucht man nicht mehr mühsam ausdrucken es reicht mittlerweile ein Internet Konto.
In einer Urbanen Siedlung auf der Erde und muss mich nun bei einer Art Vorstellungsgespräch um diese Wohnunterkunft bewerben. Für den Erstkontakt muss ich nur diesen analogen Knopf betätigen und dann ertönt in dem Wohnraum
der Humans ein akustisches Signal.

Ashtart, drückt den Klingelknopf, man hört ein „Ding Dong“

Szene 1

Innen, Mittag
zwischen Wohnungstür und Hausflur eines Mehrfamilien Altbaus.

Jan Hagen( bürgerlicher Hipster, alter 26 ), hat grad die Wohnungstür geöffnet, hält den Türgriff noch in der Hand und begrüßt Ashtart der noch im Treppenhaus steht. Mit an der Tür steht sein Mitbewohner Magnus( etwas verkniterter Punkrocker alter 29)

.

JAN HAGEN, höflich zu Ashtart:
Hallo, Ich bin Jan Hagen.

MAGNUS, lässig zu Ashtart:
Ich bin Magnus, cooles Smathphone hast du da.

ASHTART, sachlich zu beiden
Mein name ist Ashtart, Plejadaner. Ich möchte hier wohnen.

JAN HAGEN, grinsend:
Ach was.

MAGNUS, neugierig:
Ashtart Plejadaner……, woher kommst du denn?

ASHTART, sachlich:
Vom Plane…

JAN HAGEN, Ashtart unterbrechend, zu Magnus:
Magnus! Wir wollen doch nicht nach einem Namen fragen um latent rassistisch über eine fremde Person und deren Herkunft zu urteilen.

MAGNUS, Jan Hagen ignorierend, zu Ashtart:
Ashtart, komm doch erst mal rein, dann kannst du dir das Zimmer ansehen, bevor Jan Hagen hier noch politisch korrekt Amok läuft.

Magnus und Jan Hagen gehen zur Seite Ashtart betritt die Wohnung.

JAN HAGEN, die Wohnungstür schließend, zu sich selbst:
Höflichkeit hat nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

Szene 2

Innen,Mittag
In der Wohnung, in einem Zimmer mit Bett und einem Kleiderschrank mit einem Fenster zur Strassenseite

ASHTART, erfreut, ins Zimmer:
Ein schönes Zimmer.

JAN HAGEN, zu Ashtart:
Wegen der zentralen Lage ist das Zimmer eigentlich 600 Euro Wert, doch…

MAGNUS, unterbrechend zu Jan Hagen:
750 Euro ist es Wert, guck dich doch mal um, Maja und Horst nehmen 800 Euro für ein 13 Quadratmeter Loch ohne Fenster.

JAN HAGEN, zu Magnus:
Dafür haben die Glasfaser Internet mit `nem 1a W-Lan.

MAGNUS, großmännisch:
Ich finde 450 Euro sind völlig OK, doch wir könnten mehr nehmen denn die Lage der Wohnung ist einfach genial.

ASHTART, verlockend, zu beiden:
Ich hab ein Internet Konto, ich kann jetzt sofort 3 Mieten im Voraus überweisen.

JAN HAGEN, angesäuert zu Magnus:
Horst und Maja, sind Abzocker, die zahlen für die Wohnung doch nur 600 Euro.

MAGNUS, empört zu Jan Hagen:
Was? In der Lage!

JAN HAGEN, verurteilend zu Magnus:
Horst hat die Wohnung von seinen Eltern übernommen, die wohnen jetzt irgendwo in der Provinz.

MAGNUS, abschätzig zu Jan Hagen:
Für die anderen beiden Zimmer nimmt er jeweils einen Tausender. darum hat der auch immer Zeit, der muss nicht arbeiten gehen.

JAN HAGEN, richtig sauer zu Magnus:
Und dann erzählt er das er ganz dicke in der Immobilienbranche ist, und tut so als ob er arbeitet.

MAGNUS, Jan Hagen bestätigend:
So ein Drecksack.

ASHTART, noch verlockender zu beiden:
Ich kann auch jetzt sofort für 6 Monate die Miete im Voraus bezahlen.

JAN HAGEN, plötzlich wieder Ashtart wahrnehmend, erfreut:
Moment ich geb dir die Bankdaten.

MAGNUS, gönnerhaft zu Ashtart:
Willkommen, Ashtart. Du bist unser neuer Mitbewohner.

Szene 3

Innen, abends

In der Küche der Wohngemeinschaft sitzen Magnus, Jan Hagen und Ashtart beisammen am Küchentisch.
Jan Hagen sitzt vor einem aufgeklappten eindeutig sehr teuren und grossem Laptop. Magnus sitz vor einem aufgeklappten eindeutig sehr alten, kleinen und völlig versifften Laptop. Ashtart legt sein Smartphone auf den Tisch.

MAGNUS, neugierig zu Ashtart
….und wo kommst du nochmal her, Ashtart?

ASHTART, hält eine Bierflasche prüfend in der Hand:
Ich komme vom Planeten Pleja Dane.

MAGNUS, grübelnd:
Das ist irgendwo im Pazifik, oder…?

JAN HAGEN, belehrend zu Magnus:
Das ist unhöflich so was zu fragen Magnus. Magnus du wirst das jetzt nicht googeln.

MAGNUS, spöttisch zu Jan Hagen:
Unhöflich? Unhöflich ist das du Ashtart noch nicht unser W-Lan Passwort gegeben hast.

ASHTART, lächelnd zu Jan Hagen:
Es ist so das ich euch mein Passwort geben sollte.

JAN HAGEN, erklärend zu Ashtart:
Das Passwort ist ganz einfach: „passwort rückwärts“. also nicht: „trowssap“, sondern tatsächlich: „passwort rückwärts“, alles klein geschreiben.

MAGNUS, ergänzend zu Ashtart:
„Ich weiß das ist ein blödes Passwort“, war letzte Woche das Passwort, lol.

JAN HAGEN, genervt zu Magnus:
Bitte, Magnus sag nicht „lol“ das ist so pseudo nerdig wenn Leute „lol“ sagen, und wir haben einen Gast.

MAGNUS, herausfordernd zu Jan Hagen:
Das ist der Unterschied zwischen uns beiden, du willst mir das Wort „lol“ verbieten…

JAN HAGEN, einwerfend zu Magnus:
„lol“, ist kein Wort, sondern…

MAGNUS, kampfbereit zu Jan Hagen:
Darum geht es nicht, du willst mir ein Wort verbieten, doch…

JAN HAGEN, abwiegelnd zu Magnus:
Ich will dir doch kein Wort verbieten, wer bin ich denn, nur weil ich den Mietvertrag unterschrieben habe und du nur Nebenmieter bist, heißt das doch nicht das ich dir die Freiheit der Sprache rauben will.

ASHTART, schlichtend zu beiden:
Freunde,Mitbewohner, Spezies des wunderschön rückständigen Planeten Erde, warum probiert ihr nicht mal mein „W-Lan“ aus
das Passwort ist: „abc“ – alles klein geschrieben.

JAN HAGEN, aus dem Konzept gebracht zu Ashtart:
Ja, also das Passwort ist: „passwort rückwärts“, also zwei Wörter beide klein geschrieben.

MAGNUS, auf sein Laptop blickend:
Ich bin drin.

JAN HAGEN, fragend zu Magnus:
Drin, wo drin?

Ashtart, aktiviert eine App auf seinem Smartphone und Jan Hagen und Magnus erstarren in der Bewegung.

Szene 3

Küche, Innen abends

ASHTART blickt „in die Kamera“ und richtet sich an die Zuschauer:
Hey Leute, da bin ich wieder. Wie ihr gesehen habt habe ich es mit zwei Lolhumans zu tun die jedes Klischee bedienen. Hervorstechend ist diese auffällige Ignoranz. Meine ausserirdische Schönheit wird nicht wahrgenommen. Ich bin lange Zeit durch die primitiven Gassen dieser urbanen Siedlung gewandelt, und nicht ein Human hat sich mir zu Füßen geworfen und mich spontan als Gottheit verehrt, die Zeiten sind vorbei. Ich wurde auf offener Strasse gefragt warum ich denn mit angeklebten Elfenohren rumlaufe, ich musste im Universeweb nachgucken um herauszufinden was eine Elfe sein soll.Es ist ein Fabelwesen, man hielt mich also für einen Idioten mit angeklebten Ohren, nur weil ich diese wunderschönen länglich geformten Ohren habe. Damit hat sich der Planet Erde für interstellare Sextouristen endgültig erledigt. Doch darum bin ich gar nicht hier. Wir sind hier um Spaß zu haben und es gibt nichts spaßigeres als tanzende Lolhumans.

Ashtart bedient eine App auf seinem Smartphone und richtet die Kamera auf Jan Hagen und Magnus die wie ferngesteuert aufstehen. Es ertönt eine nach indischen Bollywood klingende Musik und Jan Hagen und Magnus fangen formvollendet an zu tanzen. Ashtart erscheint nun auch im Video er fängt an zu singen und zu dritt sehen sie aus wie eine verdammt gute Boyband.

ASHTART, singend und tanzend:
Gravitationsschwere
hundertprozent Erde
wo sind die Sterne
viele hab ich gerne
Interstellar
alles klar
Lolhumans an der Bar
Interstellar
alles klar
Lolhumans an der Bar

JAN HAGEN und MAGNUS, im Chor singend und sychron tanzend:
Lolhumans an der Bar
Ashtart ist ein Superstar
Lolhumans an der Bar ….

Es klingelt und klopft laut an der Haustür, Ashtart deaktiviert die Apps seines Smartphones und setzt sich wieder hin.

Szene 4

Innen, Abends in der Küche. Magnus steht noch immer leicht verdattert in Tanzpose vor dem Kühlschrank. Ashtart sitz harmlos herum als ob nie etwas passiert wäre. Jan Hagen kommt aus dem Hausflur in die Küche herein mit ihm kommt in die Küche hinein, Regina die klopfende und klingelnde Nachbarin, eine 1,80 meter große muskulöse Walkürenhafte Frau mit auffällig vielen Tatoos und einen Nasenring.

REGINA, kernig zu Magnus und Ashtart:
Mahlzeit die Herren.

REGINA, reicht Ashtart die Hand:
Du bist der neue Untermieter, Ashtart heißt du, mhhhh …schöner Name.

REGINA, beendet das Händeschütteln und fährt Ashtart mit ihren kräftigen Fingern zärtlich durchs Haar, versonnen zu Ashtart:
Hübsche Ohren hast du.

Ashtart wird rot, doch ist durchaus nicht verlegen.

REGINA, kunpelhaft zu Magnus der immer noch verdattert in Tanzpose vorm Kühlschrank steht:
He, kannst mir auch noch ein Bier mit rausgeben.

MAGNUS, der keine Ahnung hat warum er in einer Tanzpose vorm Kühlschrank steht, kommt wieder zu Sinnen und öffnet den Kühlschrank:
Äh, ja na klar, Ashtart, Jan Hagen auch noch?

JAN HAGEN, zu Magnus:
Danke, ich hab noch.

ASHTART, erfreut:
Dieses Getränk das ihr Bier nennt gibt ganz schön Farbe im Gesicht.

REGINA, zwinkernd zu Ashtart:
Na, ich glaube das kam wohl nicht vom Bier allein.

JAN HAGEN, zu Regina:
Sag mal Regina, warum hast du eigentlich so laut geklingelt und geklopft?

REGINA, überrascht zu Jan Hagen:
Willst du mich verarschen, ihr habt doch hier derbe laut Musik angehabt. Und ich hab den ganzen Tag auf der Baustelle malocht, bin völlig verspannt und will einfach nur meine Ruhe haben.

ASHTART, verlockend zu Regina:
Verspannt? Meine geschulten Hände sind im ganzen 4 Quadranten berühmt für Kavajewesische hyperstimulanz Entspannung, kurz gesagt ich könnte ihrem verspannten Rücken eine geradezu befreiende Entspannung bieten, als kleine Entschuldigung für den Lärm und die Umstände.

Jan Hagen und Magnus immer noch leicht angeschlagen, betrachten erstaunt diese Szenerie.

REGINA, lüsternd zu Ashtart:
Ok, dann lass uns mal rüber in meine Wohnung gehen, ich bin auch im unteren Bereich ziemlich verspannt.

Ashtart, steht auf nickt Jan Hagen und Magnus zum Abschied zu und verlässt mit Regina im Arm die Wohnung. Die Tür knallt zu, und Jan Hagen und Magnus sehen sich fragend an.

MAGNUS mit drei Bierdosen in den Händen , zu Jan Hagen:
Und was ist jetzt mit dem Bier?

JAN HAGEN, aufgeregt:
Was mit dem Bier ist?  Was mit dem Bier ist…. hast du das eben nicht mitbekommen, hast du nicht gesehen was da eben passiert ist…

Magnus, stellt zwei Bierdosen wieder in den Kühlschrank un setzt sich vor seinen Laptop.

MAGNUS, abwiegelnd:
Die sind doch heutzutage alle bi-sexuell, mach da doch kein Fass auf.

JAN HAGEN, entgeistert:
Nicht Regina, die steht auf Frauen. Hmm, wahrscheinlich massiert er sie tatsächlich nur.

MAGNUS, desinteressiert:
Das geht uns auch nichts an.

JAN HAGEN, laut denkend:
Da denkt man das man Jemanden kennt, und dann sowas.

MAGNUS, wie wild auf sein Laptop starrend:
Alter, ich hab es bestellt! Ein Laserschwert, über die Internet Verbindung von Ashtart.

JAN HAGEN, zweifelnd zu Magnus:
Du hast doch gar kein Geld, du bist doch latent pleite.

MAGNUS, begeistert zu Jan Hagen:
Alter, ein Laserschwert, verstehst du nicht, guck dir das Video an.

Magnus, dreht sein Laptop zu Jan Hagen. Jan Hagen setzt sich an den Küchentisch, dorthin wo Ashtart vorher saß.

JAN HAGEN, das Video betrachtend:
Was für ein Browser ist denn das überhaupt. Das Video sieht außerdem nach einem Fake aus.

MAGNUS, vorfreudig zu jan Hagen:
Das Laserschwert wir per Drohne geliefert.

JAN HAGEN, zu Magnus:
Wo steht das?

MAGNUS, mit dem Finger auf das Display zeigend:
Da, das Feld musst du klicken dann übersetzt der Browser das.

JAN HAGEN, sachlich:
Das ist bestimmt Koreanisch oder Japanisch, hmmm da steht Lieferung per Drohne innerhalb von 360 Minuten, das ist logistisch gar nicht machbar, du fällst aber auch immer auf den grössten Bullshit rein.

Es klingelt an der Haustür. Jan Hagen und Magnus sehen sich fragend an.
Beide stehen auf und eilen zur Tür.

JAN HAGEN:
Das will ich jetzt wissen.

MAGNUS, voller Freude:
Ein Laserschwert

Szene 5

Innen, Spätabends
zwischen Wohnungstür und Hausflur
Magnus und Jan Hagen Stehen im Flur der Wohnung vor der Wohnungstür. Jan Hagen öffnet die Tür.
Vor der Tür steht Hyronimus ( etwas unheimliche Erscheinung, alter 47 ), ein Freund von Jan Hagen und Magnus:

HYRONIMUS, blickt in die erstaunten Gesichter von Jan Hagen und Magnus:
Habt ihr gekifft oder was? Wollt ihr mich nicht rein bitten, oder wie?

Szene 6

Innen, Nachts. In der Küche sitzen Magnus, Jan Hagen und Hyronimus, lebhaft am diskutieren und zu dritt einen Joint rauchend.

JAN HAGEN, belustigt zu Hyronimus:
Das ist doch wieder eine Verschwörungstheorie.

MAGNUS, hält den Joint in der Hand, und hustend zu Hyronimus:
Alter, ist das ein heftiges Zeug.

HYRONIMUS, konspirativ zu Jan Hagen:
Eben nicht, denk doch mal nach. Die Amis wegen Asbest in den Towern, der Präsident soll vors Gericht, und die Versicherung, alles Gründe das World Trade Center zu sprengen….

JAN HAGEN, belustigt abwiegelnd zu Hyronimus:
Und gleich erzählst du mir die uralte Story vom CIA.

MAGNUS, gibt angeduselt den Joint an Jan Hagen weiter, blickt dann zum Küchenfenster und fragt:
Seht ihr das auch?

JAN HAGEN, beiläufig zu Magnus:
Ja, ist heftiges Zeug.

HYRONIMUS, sachlich zu Jan Hagen:
Nein, eben nicht der CIA, auch nicht die Chinesen die mit der Nummer die Amis überzeugen wollten doch in die WTO aufgenommen zu werden, auch nicht die Japaner oder die Chilenen, ….Nein! Die alle nicht. Das ist ja der Punkt.

MAGNUS, zum Küchenfenster blickend:
Da ist ne Drohne am Fenster, oder dreh ich jetzt komplett durch.

HYRONIMUS, beiläufig zu Magnus:
Ja ich weiß richtig heftiges Zeug, die Sorte heißt übrigens Space Invader.

JAN HAGEN, spöttisch zu Hyronimus:
Ja und wer war es denn nun, die Illuminaten, die Bilderberger oder gar die gefährliche Steinlaus.

Jan Hagen und Hyronimus sind vertieft in die Diskussion, Magnus öffnet das Küchenfenster, außen vor dem Fenster schwebt eine kleine Drohne, die Drohne scannt sein Gesicht, legt dann ein kleines Päckchen auf die Fensterbank und verschwindet wieder in den Nachthimmel. Jan Hagen und Hyronimus haben von dem ganzen Vorfall nichts mitbekommen.

HYRONIMUS, verschwörerisch zu Jan Hagen:
Es waren die Aliens, Menschen wären viel zu dämlich um eine Nummer wie den elften September so sauber durch zu ziehen, das ist die einzig logische Erklärung.

JAN HAGEN, holt tief Luft und dann lachend zu Hyronimus:
Ha,ha,ha,ha,ha so ein Bullshit, ich glaub du rauchst zu viel von deinem Space Invaliden Gras.

HYRONIMUS, sachlich zu Jan Hagen:
Invader! Das Zeug heißt Space Invader.

MAGNUS, verstört aber glücklich kommt mit dem Päckchen zurück an den Tisch:
Ein Laserschwert.

HYRONIMUS sieht das Smartphone von Ashtart und nimmt es in die Hand:
Oh, Jan Hagen, hast du dir ein neues Spielzeug gegönnt du Nerd, was ist das für ne Marke?

JAN HAGEN zu Hyronimus:
Das gehört Ashtart unserem neuen Mitbewohner, und du wirst es nicht glauben der wurd von Regina abgeschleppt, die sind grad in ihrer Wohnung und treiben es wohl.

HYRONIMUS, erstaunt:
No way, das ist doch ne Kampflesbe, das weiß doch jeder, die nennt sich doch sogar selbst so.

Magnus packt das Päckchen aus und entnimmt einen 10 cm langen und 2 cm breiten Stab mit ein paar Knöpfen drauf heraus:

MAGNUS, entzückt:
Seht euch das an….

Hyronimus aktiviert aus Versehen eine App auf Ashtarts Smartphone.

HYRONIMUS erschrocken:
Oh, was ist denn jetzt los?

JAN HAGEN zu Magnus:
Was ist das denn?

MAGNUS, an dem Stab fummelnd:
Ein Laserschwert.

Hyronimus fummelt verzweifelt an dem Smartphone rum.
Magnus aktiviert den Stab und ein Lichtstrahl ragt 10 cm aus dem Stab heraus, Magnus erschreckt sich und lässt den Stab fallen.

Hyronimus aktiviert aus Versehen etwas in der App und alle drei erstarren in der Bewegung.
Das „Laserschwert“ fällt aktiviert und so unglücklich das der kleine Finger von Jan Hagens rechter Hand sauber und ohne Blutung abgetrennt wird.

Szene 7

Innen, Morgens
In der Küche sitzen Jan Hagen, Magnus und Hyronimus immer noch in der Bewegung erstarrt. Man hört wie die Wohnungstür aufgeschlossen wird und Ashtart kehrt von Regina zurück.

ASHTART, aus dem Flur:
Ihr Bewohner des Planeten Erde überrascht mich immer wieder, was für interessante Praktiken sich zwischen Männchen und Weibchen im laufe der Zeit entwickelt haben, galaktisch kann ich da nur sagen. Dieses extraordinäre Weibchen Regina hat sich eine Nachbildung eines stark vergrößerten Phallus umgeschnallt und mich …

ASHTART tritt in die Küche und sieht dass Jan Hagen, Magnus und Hyronimus erstarrt sind. Er sieht das „Laserschwert“ und den abgetrennten Finger, außerdem blinkt das Display von Magnus  Laptop wie verrückt. Ashtart schaut auf das Display und liest laut vor:
Letzte Warnung, zahlen sie innerhalb der nächsten 10 Minuten 42 Milliarden Quontexs für das korrekt gelieferte Laserbrotmesser oder wir vernichten ihre urbane Ansiedlung.

ASHTART, zu sich selbst:
Scheiße, wie die Humans zu sagen pflegen, ganz große galaktische Scheiße.

Szene 8

Innen, Tag
Im Krisenraum des weißen Hauses sitzen der US Präsident, ein CIA Mann und eine Frau vom Verteidigungsministerium.
Es läuft auf den Bildschirmen eine Konferenz mit anderen Staatsoberhäuptern.

PRÄSIDENT USA:
Ich versicher ihnen, die Flotte Raumschiffe die unsere Aufklärungssatelliten da oben im Weltraum sehen, sind keine amerikanischen, es müssen Ausserirdische sein, wir können sowas vielleicht erst in hundert Jahren bauen.

PRÄSIDENT RUSSLAND spöttisch:
Da stimme ich ihnen zu, die Amis können sowas erst in hundert Jahren bauen, Ha Ha Ha, wir wohl schon in 50 Jahren.

Die Konferenz lacht, außer der US Präsident.

CHINA STAATSCHEF  besorgt:
Wir haben neue Bilder, das sind eindeutig Kriegsraumschiffe und die machen ihre Waffensysteme scharf.

Auf einem Monitor sieht man eine Kampfflotte Ausserirdischer Raumschiffe bedrohlich über der Erde schweben.

Ein Mann vom NSA stürmt in den Krisenraum:
Mr. Präsident, wir haben eine Nachricht abgefangen, eine E-Mail, von einem der Raumschiffe.

PRÄSIDENT USA ungeduldig zu dem NSA Mann:
Dann lesen sie vor Mann, verdammt nochmal!

NSA MANN, aufgeregt:
Letzte Warnung, zahlen sie innerhalb der nächsten 10 Minuten 42 Milliarden Quontexs für das korrekt gelieferte Laserbrotmesser oder wir vernichten ihre urbane Ansiedlung.

Ende Folge 1

FOLGE 2