Panik bei Merkel muss weg Kundgebung

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Panik bei Merkel muss weg Kundgebung

Der Redakteur zwingt mich wieder dazu Undercover in die AFD Kneipe zu gehen, dabei bin ich immer noch von den letzten Treffen traumatisiert. „Die AFD bringt Leser, so wie damals bei Tschernobyl, Katastrophen bringen immer Geld in unserem Geschäft.“ Klärt er mich auf und lässt keine Wiederrede zu.
In der AFD Kneipe herrscht ein reges Treiben und ich frage mich was hier los ist. Der Kneipenwirt erkennt mich und fragt: „He, du machst auch mit?“ Worauf ich mit einem, „Immer doch. “ antworte. Ich habe keine Ahnung wobei ich mitmache, und gucke ratlos umher. Mir fällt auf, dass die Kneipe zwar noch voller ist wie sonst üblich jedoch nicht wesentlich lauter. Ich bestelle ein Bier und dreh mich auf dem Barhocker zur Seite und plötzlich  sitzt neben mir eine Frau, nein, keine Frau sondern eine Schaufensterpuppe komplett eingekleidet. Es geht mir ein Licht auf, die Kneipe ist voller Schaufensterpuppen und aufblasbaren Sexpuppen, welche jedoch sittlich gekleidet sind. Das ist der Grund warum die Kneipe so voll wirkt. Der Wirt sieht meinen fragenden Blick und erklärt „DIe Merkel muss weg Demo geht gleich los.“ Es dämmert mir warum die Kneipe voller Lebensecht wirkender Puppen ist. Der Kneipenwirt schnappt sich ein Megafon, „Kameraden, es läuft heute so, wir bilden fünfer Reihen, also Puppe, Kamerad, Puppe Kamerad, Puppe. Habt ihr das kapiert! Wir werden der Lügenpresse ….“ Der Wirt wird vom, „Lügenpresse, Lügenpresse, Lügenpresse“ skandieren des Mobs unterbrochen, kann aber nach ein paar Minuten weitererklären „… die Systemmedien werden schon sehen, dass wir mehr sind! Egal wie laut die schreien, wir sind mehr.“ Mein Übermut brennt mit mir durch, ich springe auf den Tresen und rufe, „Verdammt nochmal! Wir werden rufen: Wir sind mehr! Wenn die linksversiffte Antifa das kann dann können wir das schon lange!“ Der Mob nickt zustimmendend, und ich leg noch ne Schippe drauf, „Wenn die schreien, Nazis raus! Dann können wir das viel lauter! Und warum können wir das? Ganz einfach: Wir sind mehr! Wir sind Mehr! WIR SIND MEHR!“ Der Mob grölt mit „WIR SIND MEHR! WIR SIND MEHR!“ Endlich gehen wir auf die Strasse und bilden fünfer Ketten mit den Schaufenster- beziehungsweise Sexpuppen. Eigentlich sind wir nur so circa fünfzig Demonstranten doch mit den Fakedemonstrantenpuppen wirken wir wie 150. Wir skandieren grölend „WIR SIND MEHR!“ und „NAZIS RAUS!“ Da wir die Fakedemonstrantenpuppen untergehakt haben können wir keine Transparente mit Parolen tragen, so dass unser Demozug Gefahr läuft für eine Linke Demo gehalten zu werden.

Es passiert tatsächlich, linke Demonstranten schließen sich uns an und zusammen rufen wir „Wir sind mehr!“ und „Nazis raus!“ Endlich scheinen wir am Ziel zu sein dem eigentlichen Ort der Kundgebung, doch der Weg dahin ist von der Polizei abgesperrt. Mit einer Sexpuppe im Arm gehe ich zu einem Polizisten und frage warum hier abgesperrt sei. „Da drüben ist die, Merkel muss weg, Kundgebung darum ist hier abgesperrt.“ Werde ich aufgeklärt. Der Kneipenwirt kommt mit zwei Schaufensterpuppen in den Armen dazu und versucht dem Polizisten aufgeregt zu erklären, dass wir die, Merkel muss weg, Kundgebung seien. Doch das ist dem Polizisten egal und mit einem, „Hier ist abgesperrt.“ versucht er den Wirt wegzudrängen, worauf es zu einem Handgemenge kommt.  Ich werde von seitlich heranstürmenden Polizisten in voller Kampfmontur umgeschmissen und sehe wie der Wirt von mehreren Polizisten auf den Boden fixiert wird. Ein Wasserwerfer rollt heran und überfährt ein paar eilig liegengelassene Schaufenster- und Sexpuppen. Da es dämmerig und die Luft voller Reizgas ist, sehen die vom Wasserwerfer überfahrenden Fakedemonstrantenpuppen aus wie bizarr verformte tote Menschen.

Es bricht Panik aus.

Ich schaffe es mich in einem Hauseingang zu flüchten und zücke mein Smartphone. Was ich auf Periscope streame muss verstörend für die Zuschauer aussehen, Nebelschwaden, körperteile von Schaufensterpuppen die wie Menschen aussehen, platt gefahrene Sexpuppen und nun auch eine Staffel Polizeipferde die Pferdeäpfel aus den vermeintlichen Leichenteilen hinterlässt. Dazu die blanke Panik  in den Augen jener die nicht wissen, dass es sich um Fakedemonstrantenpuppen handelt, die da regungslos am Boden liegen. Plötzlich werde ich gepackt und brutal in ein Polizeitransporter verfrachtet.

In einer Gefangenen Sammelstelle sitze ich mit dem AFD Kneipenwirt und ein paar anderen bekannten Gesichtern aus der Kneipe in einer Sammelzelle. Der Wirt sieht ziemlich verbeult aus und ist sauer, „Ok, jetzt ist es ja auch egal, ich bin gar kein Kneipenwirt, ich bin in Wirklichkeit Journalist vom Focus und sollte in der rechten Szene recherchieren.“ offenbart er uns, und spöttisch fügt er hinzu, „Da guckt ihr dumm ihr scheiß Nazis, hä.“ Doch der Wirt löst bei keinem eine große Überraschung aus, im Gegenteil, „Ich bin Journalist für den WDR, ich recherchiere hier auch, sollte ne riesen Story werden.“ gibt resigniert ein weiterer AFD Kneipengänger seine wahre Identität preis. Sogar der Typ der immer am lautesten, „Lügenpresse!“ gebrüllt hat packt nun aus, „Ich komm vom Spiegel, äh …. .“ Doch ich will es genau wissen und frage in die Runde „Ist hier irgendjemand anwesend der nicht von der Presse ist, dann bitte Hand hoch.“ Nach etwas zögern hebt sich eine Hand „Also ich bin nicht von der Presse, ich komm vom Verfassungsschutz, sorry.“

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Die AFD, ARD, das ZDF und ein Tatort

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Die AFD, ARD, das ZDF und ein Tatort

Eine hanebüchene Satire.

Wir schreiben das Jahr 2013. Die GEZ heißt jetzt Beitragsservice und eine neue Partei namens AFD wird sich in Deutschland gründen .

In einem Büro, ganz oben bei den Öffentlich Rechtlichen im Elfenbeinturm:

A: „Wir zocken die jetzt richtig ab!“

B: “ 17 Euro pro Wohnung und wer nicht zahlt kommt in den Knast.“
A: „Wir haben nur ein Problem, unsere Journalisten und Redakteure werden rumheulen wenn wir Gebührenverweigerer in den Knast sperren, diese Spinner halten sich doch alle an irgend so ein Presse Kodex, mit ethischen Grundsätzen und so`n Bullshit.“
B: „Keine Sorge, da hab ich was in Arbeit.“
A: “ Und was?“
B: „Diese Deppen sind doch alle sehr einfach zu lenken, die würden alles automatisch und kategorisch ablehnen was Nazis befürworten.“
A: „Nazis?“
B: „Ja, Nazis. Ich lass grad über Strohmänner eine Partei gründen, eine Partei die so dermaßen billig aussieht, dass kein Mensch darauf kommen wird, dass diese Partei von uns ist.“
A: „Was? Bist du wahnsinnig!“
B: „Diese Nazipartei wird am Anfang ganz einfachen Populismus und Phrasen verbreiten und eher konservativ als nationalsozialistisch daher kommen, doch wir berichten permanent über diese Partei so dass jeder Wähler in Deutschland von dieser Partei weiß, und die Nummer wirkt so als ob ARD und ZDF negativ über diese Partei berichten.“
A: „Du willst PR für eine Nazi Partei machen. Ich kann und will nicht glauben was ich hier hören muß.“
B: „Denk doch mal nach …..“
A: „Du abgefucktes teuflisches Genie….. du lässt diese Partei sagen, dass die Öffentlich Rechtlichen abgeschafft werden müssen, … und jeder der was gegen diese neue Rundfunkgebühr sagt ist automatisch ein Nazi. Das ist brilliant! Wie nennst du diese Partei?“
B: „Der Name ist so dermaßen einfältig, dass sich auch wirklich der dümmste Pappenheimer diesen Namen merken kann: Alternative für Deutschland, kurz AFD.“
A: „Da hab ich ein paar Journalisten von diversen Magazinen und Tagesblättern an der Hand die diesen Bullshit für bare Münze nehmen.“
B: „Ich hab mich da mit ein paar Leuten aus den USA drüber unterhalten und das ganze kann man auf Twitter und Facebook noch ein bißchen … hmmm wie soll ich sagen, äh .. übertreiben.“
A: „Leuten aus den USA?“
B: „Denk doch mal nach.“
A: „Schon wieder.“

B: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

A: „Auf diesem Spruch basiert doch unser ganzes Unternehmen, die gesetzliche Grundlage für uns Geld, Geld und noch mehr Geld zu machen.“
B: „Das ist Bullshit, und du weißt das auch ganz genau. Eigentlich steht da im Grundgesetz, wenn man es auf die heutige Zeit bezieht, freies kostenloses Internet für alle Bürger.“
A: „Die Öffentlich Rechtlichen garantieren Arbeitsplätze, gesetzlich garantierte Arbeitsplätze.“
B: „Falls du es noch nicht gemerkt hast, wir leben in einem kapitalistischen System, da muss man sich selbst absichern, … und auch mal etwas wagen.“
A: „Du willst den ganzen Laden an die Amis verhökern?“
B: „Denk doch mal nach! Die werden uns den Laden auf jeden Fall irgendwann in naher Zukunft dichtmachen, da ist es doch besser auch mal in unserem eigenen Interesse zu handeln. Du und ich, wir beide würden jeweils 5% der Verkaufssumme als Provision verdienen.“
A: „Oh mein Gott! Das wären in Euro ungefähr…..“
B: „Oh ja, ganz genau so viel. Du kannst dir bis an dein Lebensende Koks, Nutten und Viagra auf deiner eigenen Insel leisten, du alter Ziegenficker, hahahaha.“
A: „Hahahahaha, … mhhhh, die Sache hat nur einen Haken, die Leute sind nicht mehr so blöd wie damals, die haben jetzt Google und Wikileaks und irgendwelche vorlauten Blogger die den Braten riechen könnten.“
B: „Wir testen da grad was bei der Piraten Partei.“
A: „Die Piraten? Ernsthaft?“
B: „Die Sache läuft hervorragend an, wir pushen einen Hashtag, ein Hashtag ist ein Schlagwort auf Twitter und Twitter ist ein…“
A: „Ich bin nicht blöd, du must hier nicht den Sascha Lobo, Hashtag Erklärbär, machen, ich kenne Twitter.“
B: „Wir pushen diesen Hashtag der sich mit Übergriffen auf Frauen beschäftigt. So kleine micro Stories die jeder versteht. Wenn nun aber so ein paar Internet Blogger Schlaulinge einen auf Journalisten machen und die Stories hinterfragen, hauen wir mit dem Hammer drauf und nennen diese neugierigen Lumpen, Frauenhasser. Und wer Frauen hasst ist prinzipiell ein Nazi.“
A: „Ich verstehe, du bereitest den Boden für deine Nazi Partei. Wenn eine in den Raum geworfene Story angezweifelt oder hinterfragt wird ist man automatisch ein Nazi Troll. Aber dieser ganze Aufwand ist doch etwas übertrieben, wozu eine Nazi Partei gründen um den Laden zu verkaufen? Ich meine wir könnten über Strohmänner eine Augen öffnende Kampagne gegen uns starten das hätte den gleichen Effekt.“
B: „Denk doch mal nach.“
A: „Ich hab heute schon genug gedacht, irgendwann reicht es auch.“
B: „Think Big! Wir sorgen dafür das diese Nazi Partei immer weiter rechts aufdreht und die Bürgerlein es richtig mit der Angst zu tun bekommen, gleichzeitig erfinden wir über Facebook oder Twitter eine Story wo wir dieser Nazi Partei direkt in die Hände spielen. Ich weiß nicht, …. sowas wie…äh…“
A: „1000 Nordafrikaner vergewaltigen deutsche Mädels auf Bahnhof, .. äh … an Silvester. Ha hahahahaha!“
B: „Hahahahaha,……hmmm, nicht schlecht. Gute Idee, die notier ich mir.“
A: „Blödsinn, das war als zynischer Scherz gedacht. So ein Quatsch glaubt dir doch kein Mensch.“
B: „Du hast ja keine Ahnung.“
A: „Doch wozu der ganze Aufwand?“
B: „Wenn diese Nazi Partei erst im Bundestag sitzt….“
A: „Was zum Teufel! Du bist wahnsinnig!“
B: „Wenn diese Nazi Partei die CDU zu einer Koalition zwingt werden wir, die Öffentlich Rechtlichen, abgeschafft.“
A: „Ich muss mich übergeben….“
B: „Warte doch erst mal ab. Wenn Nazis ARD und ZDF vernichten und der ganze Puff verkauft wird, dann sind wir zwei beide die Opfer von Nazis, kein Mensch würde auf die Idee kommen unsere Konten in der Schweiz oder auf den Inseln unter die Lupe zu nehmen.“
A: „Was? ….. Was?!“
B: „Geld, mein Junge, ich rede von Geld. Hier ich hab dir einen Tee gemacht, der wird dir gut tun.“
A: „Danke. Trotzdem ich finde diese Idee mit den Nazis … äh … gefährlich.“
B: „Trink die Tasse schön leer, der Tee wird dir gut tun. Ich ahnte, dass du Zweifel haben könntest und wenn etwas an diesem Geschäft gefährlich war, dann war es meine Dummheit es dir zu erzählen.“
A: „Der Tee schmeckt ein bisschen merkwürdig.“
B: „Große Ideen kann man nicht aufhalten. Die Leute aus den USA haben Strategien für die sozialen Medien entwickelt mit dem man sogar einen Typen wie Donald Trump zum Präsidenten der USA machen könnte.“
A: „Du bist irre, ich muss das dem Aufsichts…der Kanzleri …..mir ist so schwummerig. Der Tee,…. du hast den Tee vergiftet …. du Naz ….“
B: „Oh, ein Herzkasper. Rest in Peace, mein Guter.“

Weihnachten bei der AFD

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Weihnachten bei der AFD

Mit meinem selbst angemalten himmelblauen #Merkelmussweg Pullunder sitze ich in der AFD Kneipe. Es ist eine Weihnachtsfeier am laufen, Motto: Deutsche Weihnacht. Was auch sonst. Der mannshohe Christbaum ist aus blauen Plastik mit roten Nike-Logo Zeichen als Lametta. Die sprechende Ziege, erfahre ich, wird heute nicht anwesend sein, denn Sie ist Gast bei Maybrit Illner in der Talkshow. Das Getränk des Abends ist „deutscher Glühwein“ aus den Weintrauben die im Garten hinter der Kneipe wachsen. Vom Geruch her könnte man diesen Glühwein für in Europa verbotene Abbeize halten, und nach dem ersten Schluck wird meine Zunge Taub. Mein Tischnachbar ermuntert mich zum zweiten Schluck: „Du musst das Zeug auf ex trinken, dann wirkt das erst so richtig.“ Ich will nicht auffallen und richte mich nach den Sitten in dieser Kneipe und kippe den Glühwein in einem Zug runter. „Weihnachten ist ein Import aus dem Orient.“ Skandiere ich angesoffen, die Kneipengäste nicken anerkennend, da geht noch mehr denke ich: „Und Jesus!“ Ich stelle mich auf den Tresen und skandiere weiter: Jesus war ein links-grün-versiffter Öko Waldbesetzer, Seenotretter aus dem Orient! Ich mache eine dramatische Pause, und blicke verschwörerisch in die gebannte Menge: „Jesus, wäre bei der ANTIFA!

Das Publikum fällt vor lauter Schreck fast in Ohnmacht. Jemand schreit aufgeregt: „Er hat Recht! ich hab gegoogelt, Jesus ist links-grün-versiffte Antifa!“ Ich bin jetzt in Hochform: „Die Lügenpresse!“ Die ganze Kneipe grölt „Lügenpresse, Lügenpresse, Lügenpresse!“ eine ganze Weile, so dass ich Zeit habe mir noch ein paar Glühwein reinzupfeiffen. „Die verlogenen Systemmedien erzählen uns nicht, dass Jesus genauso wie Merkel die Grenzen geöffnet hätte!“ Heize ich an und die Menge rastet aus und grölt: „Merkel muss weg! Merkel muss weg!“ Genug Zeit vier bis fünf von diesen Glühwein in mich reinzukippen. „Jesus! Ja genau, dieser Jesus hätte nicht nur die Grenzen geöffnet, er hätte sogar das Mittelmeer geteilt damit die Messermuselmannen ungestört Deutschland überfluten können. Das werden wir nicht dulden, wir werden ihn jagen!“

Tosender Applaus schlägt mir entgegen, ich springe von der Theke und lande unglücklich auf einem Tisch, der unter mir zerbricht: „Wo warst du jetzt Jesus? Warum lässt du mich leiden, du Hurensohn!“ Verurteile ich, die Faust theatralisch gen Himmel gestreckt. Die Kneipengäste rasten aus: „Jesus muss weg! Jesus muss weg“ schreien sie wütend, genug Zeit mir noch fünf bis sieben Glühwein zu verpassen. Mittlerweile bin ich stramm besoffen wie ein ganzes Oktoberfest: „Diese links-grün-versifften Jesus Fans hängen alle grad auf dem Weihnachtsmarkt ab, das können wir nicht dulden! Die Jesuierung des Abendlandes muss gestoppt werden, sonst wird dieser Mittelmeer-Schleuser-Gutmensch namens Jesus noch unser deutsches Weihnachten zerstören!“ Gröle ich lallend. Es mag am Glühwein liegen, doch ich fühle mich grad ein bisschen wie Napoleon, denn die ganze Kneipe mobilisiert sich um gegen den links-grün-versifften Jesus Markt zu demonstrieren. Jemand schreit aufgeregt: „Illner fängt an!“ Der Großbildschirm geht an und Illner ist schon am laufen. Die sprechende Ziege von der AFD  ist in einem Streitgespräch mit einer sprechenden Kuh von der SPD und Maybrit Illner lädt schon das Betäubungsgewehr durch um die Situation nicht eskalieren zu lassen, wie beim letzten mal als ein sprechendes Schwein von der CDU für einen Skandal sorgte. „Legen Sie das verdammte Betäubungsgewehr weg!“ Meckert die sprechende Ziege. „Wenn Sie mir endlich die Frage beantworten!“ Fordert Illner. „Wissen Sie was ich von dieser Lügenpresse, von diesen öffentlich rechtlichen Systemmedien halte!“ Meckert die Ziege, kackt voller Zorn auf den Sessel und verlässt stampfend das Studio. Die AFD Kneipe rastet aus und jubelt.

„Sie ist viel besser als Jesus! Wir sollten nicht Jesus anbeten, sondern einen einen deutschen Ziegenbock. Wenn Jesus Christus Antifa ist, dann ist unser Ziegenbockgott der AntiChrist!“ Pöbel ich polemisch. „WIR LASSEN UNS WEIHNACHTEN NICHT VON JESUS STEHLEN!“ Kreische ich hysterisch. Jemand schreit panisch „Die verkaufen auch Messer beim links grün versifften Weihnachtsmarkt!“

Es eskaliert: „Die wollen uns alle abstechen!“ Wird nun zornig geschrien. Der Kneipenmob drängt nach draußen auf die Strasse. Der Kneipenwirt genauso besoffen wie ich und der Rest der Gang, steigt in seinen Transporter und ruft uns zu: „Ich werd da jetzt reinfahren in diesen scheiß links-versifften Jesus Weihnachtsmarkt, und die alle umfahren diese scheiß Antifa!“ Der Mob jubelt, der Kneipenwirt gibt Vollgas und knallt gegen eine Ampel. Der Wirt schafft es aus dem Transporter zu plumpsen und wehklagt mit blutender Stirn, die Faust gen Himmel gestreckt: „Wo warst du Jesus? Warum hasst du mich so?“ Es fallen Schneeflocken vom Himmel, und die Szenerie hat fast schon etwas magisches. „Der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von Coca Cola und dem CIA!“ Lallt der Kneipenwirt bevor er ohnmächtig liegenbleibt. Ich kotze auf den frisch gefallenen Schnee.

Die AFD, eine Kneipe und eine sprechende Ziege

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Die AFD, eine Kneipe und eine sprechende Ziege.

(Diese kleine spontan Satire postete ich zuerst auf Twitter am 12.09.2018 )

Ein Angriffsziel so groß wie ein Scheunentor, selbst der ungeübteste und untalentierteste Schütze könnte dieses riesige Ziel nicht verfehlen. Das Ziel ist in dem Fall Angela Merkel und der ungeübte, untalentierte Schütze wäre die AFD. Da Merkel Kanzlerin ist kann man Sie für alles was schief läuft in Deutschland anprangern. Das ist eine sehr einfache, billige und dummdreiste Wahlkampfstrategie. So wie das ganze Design der AFD billig und einfach ist, angefangen beim übernommenen NIKE Markenzeichen und dem immer blauen Hintergrund. Selbst die AFD Kandidaten sehen nicht nur billig aus sondern argumentieren auch noch billig.

Gauland sieht aus wie schon einmal vom Leben durchgekaut und wieder ausgeschissen, Trixie von Storch hat den Esprit einer verstaubten Stehlampe, Höcke sieht aus wie Freddie Krueger aus dem Horrorfilm „Nightmare on Elm Street“ und Weidel wirkt auf mich wie ein Mobs der gerne ein deutscher Schäferhund wäre. Das sind Leute die würde man noch nicht mal ins Dschungelcamp einladen. Alles was diese Leute zu bieten haben ist ein übergroßes Ego, und das Talent so zu kommunizieren wie die Bild Zeitung Schlagzeilen textet.

Wenn Parteien Gaststätten wären, dann gäbe es bei der CDU kostenintensive rustikale Küche im Edelholz Ambiente, bei der SPD gäbe es überteuerte Pommes und Currywurst im Terracotta Ambiente, die Grünen wären eine Smoothie Bar, die LINKE ein alternatives Teehaus, die FDP eine kleine Bar auf dem Dach eines Wolkenkratzer wo das Glas Wasser 50 Euro kostet und die AFD wäre eine versiffte ungelüftete Eckkneipe mit abgelaufenen Dosenbier, voller hysterischer Raufbolde kurz vorm ausrasten.

Doch wer sind diese Leute die freiwillig in eine versiffte Eckkneipe gehen wo es nur mieses billiges Bier gibt?

Ich war gedanklich einen Abend in dieser AFD– Eckkneipe und habe die Gäste befragt: „Guten Tag, darf ich Sie etwas fragen?“ nähere ich mich dem Kneipengast an. „Kommst du von der Lügenpresse?“ will mein Gegenüber wissen. „Nein, ich such ne neue Kneipe.“ lüge ich. „Was willst du denn fragen Kamerad?“ lächelt mich der Gegenüber an, doch bevor ich antworten kann stürmt eine sprechende Ziege aus dem Klo und beschwert sich lauthals darüber, dass das Klo wieder mal zugeschissen ist. Mein Gegenüber springt aufgeregt vom Stuhl und skandiert, „Merkel muss weg!“ worauf die ganze Kneipe anfängt eine Viertelstunde lang mit zu grölen. Die Ziege springt auf den Tresen und meckert, „Wenn Merkel nicht die Grenzen geöffnet hätte, dann würde das hier ganz anders aussehen, doch morgen schreibt die Lügenpresse …“ Mein Gegenüber grölt unvermittelt, „LÜGENPRESSE!“ und wieder grölen alle in der Kneipe eine Viertelstunde lang mit. Die Ziege meckert weiter, „die Lügenpresse wird morgen schreiben, Klo bei der AFD wieder mal zugeschissen, DOCH DIE WERDEN SICH NOCH WUNDERN!“ Schon wieder skandiert die ganze Kneipe eine Viertelstunde lang „LÜGENPRESSE!“ Ein Anwohner kommt in die Kneipe und beschwert sich über die Lautstärke, worauf es fast ne Keilerei gibt und unübersichtlich wird. Der Anwohner wird als grünlinksfaschistischer Antifa beschimpft, von den Kneipengästen mit dem Smartphone gefilmt und brutal rausgeworfen. Es ist unangenehm und ich will raus aus diesem Rattenloch doch mein Gegenüber ist auf Adrenalin und labert mich voll, „Hast du gesehen, jetzt schickt Merkel ihre bezahlten Antifa Spitzel mitten in unsere Kneipe, und so läuft das immer, die kommen heimlich hier reingeschlichen und scheißen unser Klo voll, bis wir irgendwann vollgeschissen sind und ich als Deutscher in den Hauseingang nebenan hinkacken muss, weil das Klo hier wegen Merkel vollgeschissen ist, und dann kommt die Polizei und macht mich, obwohl ich Deutscher bin, dafür verantwortlich, dass ich in den Hauseingang kacke. Wo leben wir denn?!“ Ich bin sprachlos, doch das versteht der Gegenüber als Aufforderung mich weiter vollzutexten, „Wenn ein Flüchtling hier in den Hauseingang kackt, dann kommen die linksversifften Gutmenschen Bahnhofsklatscher und wischen dem noch den Arsch ab, und bei mir, wer wischt mir den Arsch ab?!“ Ein weiterer Gast mischt sich unaufgefordert ein, „Wenn ich jetzt in den Hauseingang nebenan scheiße dann schreibt morgen die Lügenpresse…“  Wieder grölt die ganze Kneipe eine Viertelstunde lang „LÜGENPRESSE!“ Meine Ohren tun weh und von dem billigen Bier dreht sich mir der Magen um, doch der andere Gast labert mich weiter voll, „Dann schreiben die Mainstream Medien, dass die AFD wieder alles vollkackt, obwohl das die Schuld von Merkel ist, und dass draußen überall von Merkel importierte mordende Messermuselmanen rumlaufen darüber schreibt die Lügenpresse nichts!“ Wie auf ein Stichwort grölt die ganze Kneipe „LÜGENPRESSE!“ eine Viertelstunde lang, Zeit genug für mich aus dieser verkackten Kneipe unauffällig zu verschwinden. Draußen vor der Kneipe stehen ca 200 Anwohner die gegen die von der AFD vollgekackten Hauseingänge protestieren, „Wir wollen eure Scheiße nicht!“ steht auf den Plakaten.

Und plötzlich kommt eine Hundertschaft behelmter Polizisten angelaufen und bildet eine Polizeikette zwischen den Anwohnern und der AFD Kneipe. Der Suchscheinwerfer eines Helikopters beleuchtet die Szene von oben. „Das sind alles von Merkel bezahlte Antifa Schauspieler, die hassen uns weil wir die Wahrheit sagen.“ Meint ein Kneipengast. Ich versuche die Situation zu entschärfen: „Die sehen eher aus wie Anwohner, und nicht wie ein schwarzer Block.“ Worauf mir prompt und energisch geantwortet wird: „Die Lügenpresse …“ Das ist das Stichwort für die Kneipengäste vor der Kneipe und alle grölen: „Lügenpresse, Lügenpresse, Lügenpresse!“ Nach dem skandieren kommt der Erklärbär wieder und erklärt: „Die Systemmedien wollen, dass du denkst die Demonstranten wären ganz normale Anwohner, doch sieh sie dir doch an, da sind keine Biodeutschen wie wir dabei.“ Es hat gar keinen Zweck mit dem zu diskutieren und ich versuche aus der Situation zu entfliehen. Die Kneipe ist leer weil alle draußen stehen und die Anwohner beschimpfen. Die sprechende Ziege ist auf dem Klo zugange und füllt mit ihrer Schnauze die überquellende Kacke von dem zugeschissenen Klo in kleine Tüten ab. Die Ziege bemerkt mich und sieht, dass ich Magenkrämpfe wegen dem billigen miesen Bier habe. „He, wenn Du kacken musst dann in eine Tüte, wir brauchen jeden Schiss um uns gegen die Antifa da draußen zu verteidigen.“ Meckert die Ziege mich energisch an. Der Kneipenwirt lädt die Beutel voller Kacke in eine Schubkarre und schiebt die Ladung nach draußen. Ich halte ihm die Tür auf und gehe voller Neugier mit raus. Es ist unübersichtlich und die Polizei scheint sich auf die Flanken zurückgezogen zu haben, eine Trennung der Anwohner und AFD Kneipengäste gibt es nicht mehr. Der Kneipenwirt verteilt an AFD Getreue die Tütchen mit der Scheiße und wie auf Kommando werden die demonstrierenden Anwohner mit Scheiße beworfen.

Ein absurdes wie grausames Bild bietet sich mir, die Anwohner sind völlig überrascht und binnen Sekunden vom Gesicht bis auf die Schuhe mit Scheiße beschmiert. Dann kommt die Ziege, in einem Moment der Stille und des wimmernden wehklagens der getroffenen Anwohner, und ruft: „1000 Nordafrikaner!“ Die Anwohner haben den ersten Schock überwunden und sind nun verständlicherweise voller Wut. Die mit Scheiße verschmierten Anwohner stürmen wütend auf die AFD Kneipengänger zu. Die Polizei stürmt mit Tränengas , Wasserwerfer und Schlagstock dazwischen. Die Kneipengäste und ich sind in die Kneipe geflüchtet, einige machen mit dem Smartphone Aufnahmen von dem Zwischenfall. Die sprechende Ziege springt auf den Tresen, mit ihrem immer noch mit Scheiße beschmutzen Maul meckert sie lauthals: „Soweit ist es jetzt gekommen. Direkt vor unserer Kneipe, dem Herzen unserer Heimat. 1000 Nordafrikaner greifen uns an. Die Sicherheit einer Stadt beginnt mit der Sicherheit ihrer Bürger! Merkel muss weg!“ Die Kneipengäste grölen wieder mit: „Merkel muss weg, Merkel muss weg!“ Mir ist mittlerweile alles egal, ich melde mich zu Wort: „Ich dachte die da draußen wären von Merkel bezahlte Antifa und nicht Nordafrikaner.“ Die Ziege antwortet: „Draußen ist es dunkel, und das haben diese Islamisten Messermuselmanen ausgenutzt um uns in die Irre zu führen.“ Die Kneipengäste nicken zustimmend. Mir reicht die Antwort jedoch nicht: “ Aber ihr könnt doch nicht Leute mit Kacke blackfacen ...“ Doch weiter komme ich nicht, denn die Ziege meckert drauf los: „ Hätten wir nicht diese Beutel mit Exkrementen zur Verteidigung gehabt, wären wir überrant worden, die hätten uns alle abgeschlachtet und aus der Kneipe eine Mosche gemacht und Merkel würde persönlich zur Eröffnung kommen.“ Diese Argumentation will nicht in meinen Kopf und ich lass nicht locker: „Eigentlich waren das Anwohner die sich über die von euch voll geschissenen Hauseingänge beschwerten, dann habt ihr sie mit Scheiße beworfen und, 1000 Nordafrikaner, geschrien das ist hier passiert.“ Totenstille in der Kneipe, die Ziege springt vom Tresen, stampft mit der Hufe auf und brüllt mir ins Gesicht: „Lügenpresse! Lügenpresse! Lügenpresse!“ Ich fürchte um mein Leben, doch ein Kamerateam von RT kommt in die Kneipe und lenkt von mir ab. Unauffällig schaffe ich es aus diesem AFD Rattenloch zu kommen. Vor der Tür wimmelt es von Presse. Endlich wieder zuhause vor dem Pc sehe ich die ersten Meldungen: „1000 Nordafrikaner wollten Gaststätte stürmen. Polizei kam mit Wasserwerfer! Anwohner berichten von Hauseingängen voller Exkremente. Merkel schweigt. Hätte Maaßen das verhindern können? Die wollten uns alle abschlachten, berichtete geschockt der betroffene Kneipenwirt mit Tränen in den Augen.“ Die AFD Fanboy Trolle auf Facebook und Twitter rufen zum bewaffneten Trauermarsch auf und selbst Donald Trump bringt einen Tweet zu dem Angriff auf eine Gaststätte in Germany. Während ich mir einen Magentee zubereite wird mir klar, dass ich neues Klopapier brauche,… es liegt soviel Scheiße in der Luft.

update 25.09.2018:

Weihnachten bei der AFD

https://cherubimu.wordpress.com/2018/09/25/weihnachten-bei-der-afd/

Kapitel 2 Jobs

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Kapitel 2

Jobs

KEINE SATIRE.)

Nach meinem abgebrochenen Sozialpädagogik Studium arbeitete ich für eine frisch gegründete Firma . Ein Briefabhol- und Bringdienstleister welcher in Hamburg der Deutschen Post Konkurrenz machen wolte. Das logistische System dieser Firma war einfach und genial. Doch wie bei allen großen Ideen, geriet dieses geniale Konzept schnell an seine Grenzen.

Die Grenzen waren Briefkästen innerhalb eines Mehrfamilenhauses. Angeblich hatten die Angestellten der deutschen Post Schlüssel für jene Mehrfamilienhäuser mit innenliegenden Briefkästen, doch wir mussten jedesmal an Haustüren klingeln um Briefe zuzustellen, das kostete Zeit und Zeit ist in der Logistik kostbar. Dazu kam die eher schleppende Arbeitsmoral der Angestellten, und ehemalige Postangestellte die Briefe nicht auslieferten sondern in Schließfächern am Hauptbahnhof bunkerten. Nach knapp einen Monat, reduzierte sich drastisch die Anzahl der Briefe, die wir auszuliefern hatten. Wir rechneten nach und kamen zu dem Schluss, dass sich die ganze Nummer für diese Firma nicht mehr rechnet. Ein paar Tage später wurde, kurz vor Arbeitsbeginn, von dem Fillialleiter erklärt, dass die Firma insolvent sei. Das war ein Schock für alle Angestellten und es wurde bitterlich geweint. Also nahm ich den nächstbesten Job an.

Der Job wurde mir von einem Freund vermittelt und es ging um 21 Mark Stundenlohn, das war damals 1999 ein Spitzenlohn für so Typen wie mich. Es gab kein Bewerbungsgespräch, sondern man fing da irgendwie einfach an. Die Arbeit war interessant, denn wir bauten an einem Kreuzfahrtschiff in einer großen Hamburger Werft mit. Die ganze alt ehrwürdige Werft wimmelte von Subunternehmern und osteuropäischen Billiglöhnern, fiel mir gleich am ersten Arbeitstag auf. Nach ein paar Wochen hatte ich ein grobes Bild von der Art und Weise wie auf jener Werft gearbeitet wurde. Die Werft beauftragte eine Fremdfirma, die wiederum Fremdfirmen beauftragten um Arbeitskräfte zu beschaffen. So hielt man die Löhne knapp und Jenseits eines Tarifvertrags.

Nach einem Monat harter Arbeit  und vielen Überstunden,  sollte eigentlich ein Arbeitsvertrag fertig sein, doch man bot uns Schwarzarbeit an. Was zum Geier geht hier bei dieser Werft eigentlich ab, dachte ich mir und pochte auf einen korrekten Arbeitsvertrag mit ordentlichen Stundenlohn. Angeblich wären die Arbeitsverträge noch beim Steuerberater vertröstete man uns, und leider könne man uns nicht den kompletten Lohn auszahlen, weil die Auftraggeber noch nicht bezahlt hätten. So ist das wenn man für Subunternehmer arbeitet, so etwas hatte ich auch bei einem Studentenjob erlebt, manchmal muss man ein paar Tage auf sein Geld warten. Schwarzarbeiten wollte ich nicht und wenn es endlich einen Arbeitsvertrag gäbe dann wäre ich auf der sicheren Seite.

Eigentlich war der Mitinhaber des Subunternehmens ein netter Kerl und man konnte gut mit im reden. Wir arbeiteten sogar dynamisch zusammen und er erzählte gerne aus seinem Leben, wie er zum Beispiel an einem Strand in Spanien völlig zugedröhnt die Weisheit der Welt erfahren hatte, ein ganz neuer Mensch wurde und dann entschied der reichste Mann der Welt zu werden. Die EU wollte ihm jedoch keine Fördergelder für seine Firma geben, darum dauert das Milliardär werden etwas länger. Die Story wie er eine Lagerhalle in die Luft gesprengt hat um eine Lieferung Computer in den nahen Osten zu verhindern, hat mich dann doch zum nachdenken gebracht. Er brüstete sich angeblich sogar bei der Polizei, die ihn schnell schnappte, wie professionell seine Sprengung doch gewesen wäre. Leider war das noch nicht alles, er jobbte angeblich mal beim SPIEGEL und gelangte an geheime Informationen worauf er monatelang von „Freimaurern“ beobachtet wurde und nur als Frau getarnt „entkommen“ konnte.
Das wäre mir ja alles völlig egal gewesen hätte dieser Typ einfach einen Arbeitsvertrag und vollständigen Lohn ausbezahlt, doch das hat er nicht. Das Subunternehmen wollte sich ums Lohn auszahlen drücken und vertröstete uns immer wieder mit irgendwelchen Lügen. Das Subunternehmen holte sich dann kostenlose Tischlereipraktikanten, obwohl es bei diesem Auftrag nichts zu tischlern gab. Die Praktikanten waren jedoch gut informiert und machten diesen Job ohne Bezahlung nicht lange mit, denn das ganze wäre billige Abzocke, informierte man mich. Der Job ist nicht wirklich legal, wurde mir klar. Nach knapp zwei Monaten hieß es dann: „Wer nicht schwarzarbeiten will, muss gehen.“ So bekam ich dann endlich einen Arbeitsvertrag und vollständigen Lohn, eine Woche nach dem ich gekündigt hatte. Es gab dann natürlich nicht 21 DM Stundenlohn, sondern nur 15 Mark.

Leider hatte ich Nichts aus diesen Vorwarnungen des Universums gelernt und wurde selbst zum Subunternehmer, beziehungsweise zum Scheinselbstständigen. Ich stürzte mich Hals über Kopf in das Unternehmen: Selbständiger Fahrradkurier. Ein Unternehmen das nicht nur gefährlich war sondern auch noch kein Geld in die Kasse spülte. Nach knapp drei Jahren stieg ich vom Fahrrad und wollte von der ganzen Hektik nichts mehr wissen. Jobs als Festangestellter gab es jedoch kaum noch, außer bei der Zeitarbeit. Ich fand dann einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma und zwar exakt für ein halbes Jahr.

Es lief damals nämlich so: Man bekam den niedrigsten Lohn egal welche Qualifizierung man hatte weil die Auftraggeber nicht mehr Lohn zahlen wollten. Nach einem halben Jahr wäre für einen Zeitarbeiter laut Tarif eine Lohnerhöhung und ein Festvertrag fällig gewesen. Um diese Gewinn hemmenden Barrieren zu umgehen wurden Zeitarbeiter nach einem halben Jahr gefeuert und dann, nach einem Monat, wieder aufs neue, für ein halbes Jahr, eingestellt.

So landete ich dann auf dem Arbeitsamt und erfuhr , dass ich gar kein Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte. Nach Studium und Selbständigkeit wäre mein Anspruch erloschen, und nur ein halbes Jahr Arbeit zählte nicht mehr. Das war ein Schlag in die Magengrube, denn vor Studium und Selbständigkeit hatte ich jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Doch die Dame vom Arbeitsamt hatte interessante Ideen wie man Bewerbungen zu schreiben hätte die auf jeden Fall gut ankommen. „Sie packen einen Teebeutel mit in die Bewerbung, damit die gestresste Personalabteilung sich verstanden fühlt.“ Es war gut gemeint von dieser Dame, jedoch befanden wir uns damals in einer Zeit nach dem elften September 2001, einer Zeit wo die Poststellen von Firmen sehr nervös waren. Die Poststelle vom NDR ließ sämtliche Postsendungen röntgen bevor sie weitergeleitet wurden und geradezu hysterisch penibel wurde der Posteingang beim Springer Verlag kontrolliert. Das wußte ich weil ich mal  als Fahrradkurier unterwegs war. Dass eine Bewerbung mit Teebeutel beim NDR theoretisch einen S.E.K. Einsatz auslösen könnte weil man einen Brief mit „Draht und pulveriger Substanz“ gefunden hätte, war dieser Frau vom Arbeitsamt nicht bewusst.
Auf meiner Suche nach Arbeit stolperte ich unbedarft in einen Pseudojob rein. Ein Vertreterjob für eine Firma die für einen Telefonanbieter arbeitet. Der Arbeitsalltag war ernüchternd. Selbstbezahltes nutzen des öffentlichen Nahverkehrs um dann in irgendwelchen Stadtteilen von Haustür zu Haustür zu laufen, um sturmklingelnd sich Einlass zu erschummeln. Es war ein illegaler Hausiererjob, wurde ich während einer Tour von einer genervten Anwohnerin aufgeklärt. Dabei lief ich nur bei einem Arbeitskollegen mit, jemand der das schon ein paar Monate machte. Natürlich relativierte der Arbeitskollege die Aussage der genervten Anwohnerin, doch ich roch den Braten. Das war mal wieder kein wirklich legaler Job.

Vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag hab ich dann den kompletten Arbeitsalltag mitbekommen. Man traf sich vor dem eigentlichen Hausieren in einem Konferenzraum der Firma und übte einen Text. Die Leute standen sich in Zweiergrüppchen gegenüber und übten den Text. Der Text bestand aus ein paar Satzbausteinen, und diese Hausierer sagten diesen Text ein paar hundert Mal am Tag auf, doch vor Arbeitsbeginn standen die da wie Zombies rum und beteten diese Verkaufsfloskeln hoch und runter. Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich noch und konnte mir nicht vorstellen etwas noch absurderes in diesem Kontext zu erleben. Doch dann wurde das herunterbeten unterbrochen denn die Showeinlage folgte. Wir sollten uns im Kreis aufstellen, es käme nun der Bezirksleiter dieser Firma und der hätte uns was zu erzählen. Der Bezirksleiter legte auch ohne zu zögern los: „Ich weiß noch wie ich damals, genauso wie ihr, die Annonce in der Zeitung gelesen habe: Büroeröffnung 30 Angestellte gesucht. Damals brauchte ich einen Job und dachte zuerst: Das kann ja nicht seriös sein, wenn die 30 Leute auf einmal suchen. Ich bin dann aber doch aus Neugier hingegangen und hab mich überzeugen lassen. Abends kam ich dann nach Hause und hab meiner Mama erzählt, dass ich Filialleiter bei dem neuen Job werden könnte, und sie so: Junge, dafür muss man doch studieren. Man kann doch nicht einfach so Filialleiter werden. Doch dann wurde ich nach relativ kurzer Zeit Filialleiter meiner eigenen Filiale und heute bin ich Bezirksleiter, so läuft das bei uns. Hier ist auch keiner böse oder so, wir sind hier alle nette Leute.“ Was für eine beknackte Story hat dieser erbärmliche Bezirksleiter denn da abgelassen, dachte ich noch spöttisch, aber der Kerl legte noch ne Schippe drauf und fragte laut in die Runde: „WER IST SEXY?“ und die Runde antwortete lautstark im Chor „WIR SIND SEXY!“ Worauf der Bezirksleiter rief: „UND WIE SEXY?“ Und ein euphorischer Chor skandierte:“ SUPERSEXY!“ Die Nummer wiederholte sich dann dreimal hintereinander und wurde mit einem euphorischem Jubel beendet. Ich zweifelte die Realität an in der ich mich befand, das war einfach zu abgefahren für mich. Diese Firma wirkte auf mich wie eine Sekte denn seriöse Arbeit sieht anders aus.
Jobangebote aus Zeitungen stufte ich erstmal als potentiell unseriös ein, und fuhr darum jeden morgen zum Arbeitsamt um, in extra dafür bereitgestellten Computerräumen, an einem PC im Arbeitsamtnetzwerk nach Jobs zu suchen. Im virtuellen Netzwerk des Arbeitsamtes kann es doch nur seriös zugehen dachte ich damals. Meine tagelange Suche hatte Erfolg und ich saß wartend im Flur einer kleinen Firma. „Der Chef ist gleich da.“ versicherte alle zehn Minuten die Sekretärin. Die lange Wartezeit auf das Bewerbungsgespräch im Wartezimmer fiel mir gar nicht auf, denn ich unterhielt mich angeregt mit einem weiteren Bewerber der auch schon seit einer Stunde wartete. Der Typ erzählte mir er würde sich bei dieser Firma um ein Praktikumsplatz bewerben. Das Arbeitsamt hätte ihn geschickt. Seine Fahrkarte von NRW nach Hamburg und zurück hätte das Amt bezahlt. Er müsse wohl auch umziehen für dieses sechs Wöchige unbezahlte Praktikum, doch das Arbeitsamt meint das Praktikum wäre ne riesen Jobchance für ihn. Dann endlich erschien der Chef und es wurden Bewerbungsgespräche geführt.

Als ich dann wieder auf dem Weg nach Hause war, wurde mir klar das ich mir einen unbezahlten Praktikumsplatz habe andrehen lassen. Das Arbeitsamt versicherte mir das ein unbezahlter Praktikumsplatz aus dem Arbeitsamtcomputer keine unseriöse Sache sei, und dass viele Firmen erstmal Probearbeiten lassen und das Praktikum nennen. Eine übliche Angelegenheit, kein Grund zur Besorgnis.
Dieser Praktikumsplatz war auf den ersten Blick besser als dieser merkwürdige Zeitarbeitsjob den ich ablehnte . Der Job wo ich Scheiße schieben sollte für untertarifliche sechs Euro und einen Cent.

Doch ein normaler Praktikumsplatz war das nicht. Meine Aufgabe war es am Schreibtisch zu sitzen und E-Mails an potentielle Kunden zu verschicken. Beworben hatte ich mich eigentlich auf einen Lageristenjob, doch die waren davon beeindruckt wie seriös ich beim Bewerbungsgespräch gekleidet war und boten mir ein Praktikumsplatz im Büro an. Im Büro saß eine Sekreterin und ich. Die Chefs kamen selten vorbei und wenn dann mit Mercedes und in Trainingsanzügen. Neben mir auf dem Schreibtisch sammelten sich so um die 50 Bewerbungsmappen an. Alle wollten diesen Job in der Logistik auf den auch ich mich beworben hatte. Der Job aus dem Arbeitsamtcomputer.

Zwei Tage nach dem ich in dieser obskuren Firma angefangen hatte, landete ein Brief vom Sozialamt bei mir. Da ich Kein Arbeitslosengeld bekam beantragte ich Sozialhilfe, Hartz 4 gab es noch nicht. Nun wurde ich, bevor ich überhaupt auch nur einen Cent bekommen hatte vom Sozialamt, mit 25% sanktioniert. Außerdem drohte eine Verschärfung der Sanktion auf 50% weil ich der Sachbearbeiterin des Sozialamts Bestechlichkeit vorgeworfen hatte. Ich klagte mein Leid einem der Chefs und der erzählte mir ganz unverblümt, dass mein Bestechlichkeitsvorwurf gar nicht so daneben läge. „Das machen doch alle Anderen auch so. So läuft das heute auf dem Arbeitsmarkt. Wenn wir zum Beispiel morgen 50 Leute zum Containerpacken brauchen, die nix kosten sollen, dann rufen wir beim Amt an und sagen, dass wir 50 Leute brauchen die umsonst arbeiten. Das Amt sagt dann: Kein Problem, das kostet aber hundert Euro in unsere Kaffeekasse.“ Krampfhaft lächelte ich zurück. Der Chef rief dann tatsächlich bei meiner Sachbearbeiterin vom Sozialamt an und verhinderte eine weitere Sanktion. Am nächsten Tag kam ich mit der Sekretärin ins Gespräch. Die Chefs waren mal wieder nicht da. Sie erzählte, dass sie sich nicht trauen würde zu kündigen um die Firma zu wechseln, der Chef wüsste ja wo sie wohnt.
Dann kam ein weiterer Praktikant ins Spiel. Er saß vor diesen 50 Bewerbungsmappen und führte Telefongespräche: „Sie haben sich doch bei uns beworben, und sie sind doch zur Zeit arbeitslos und bekommen Geld vom Staat. Sie kommen am Sonntag um fünf Uhr Nachmittags zu uns auf den Betriebshof und dann fahren sie für 4 Wochen nach NRW und machen erst mal ein unbezahltes Praktikum. Sie wohnen da in extra angemieteten Räumen.“ Ich konnte nicht glauben was ich da hörte, doch der Typ führte an diesem Freitagnachmittag tatsächlich 50 Gespräche und ratterte jedesmal diesen Text runter. Widerspruch von Seiten der Angerufenen wurde weggebügelt mit: „Sie bekommen doch Geld vom Staat da dürfen sie keine Jobs ablehnen auch kein unbezahltes Praktikum. Wenn sie diesen Job ablehnen und Sonntag nicht um fünf auf dem Betriebshof sind dann rufen wir beim Arbeitsamt an und dann werden ihnen 25% gekürzt.“
Am Samstagvormittag rief dieser Praktikant auch mich an und verlangte von mir das ich nach NRW fahren solle um dort für 4 Wochen unbezahlt in einer Getränkeabfüllanlage Getränkekisten zu stapeln.
Am Montag darauf saß ich bei einer Zeitarbeitsfirma zum Vorstellungsgespräch und bekam einen Job wo ich dann tatsächlich den üblichen korrekten Tariflohn bekam. Einen Job als Umzugshelfer, extrem Knochenschindend und mit täglichen Überstunden in einer sechs Tage Woche. Völlig unerwartet traf dann ein Brief von einem Arbeitsamt aus NRW ein. Mir wurde eine Sanktion angedroht weil ich bei diesem Praktikumsplatz Arbeit verweigert hätte. Ich rief bei dem Arbeitsamt an und fragte nach was ein Arbeitsamt in NRW mit mir in Hamburg zu tun haben soll und ob die noch ganz dicht inner Birne sind, denn ich hatte ja zu der Zeit einen Job.

Einer der vielen Umzugsjob für diese Zeitarbeitsfirma fand bei der Innenbehörde Hamburg statt, genauer beim Dezernat interne Ermittlungen. Meine Aufgabe war es den Fahrstuhl während der Fahrt nach oben zu bewachen, nur ich alleine und die zu transportierenden Sachen dürften sich im Fahrstuhl aufhalten.

„Und genau das ist der Punkt.“ Sagte der Zeitarbeistdisponent, bei einem unerwarteten Anruf nach Feierabend, zu mir. „Sie waren allein im Fahrstuhl, mit dem Kühlschrank.“ Ich erinnerte mich an einen Kühlschrank der im Fahrstuhl transportiert wurde. Der Disponent warnte mich: „Es werden Fingerabdrücke genommen, von den Beamten des Dezernat interne Ermittlungen, von allen Verdächtigen, also vielleicht auch von ihnen, denn in dem Kühlschrank befand sich eine Schüssel Kartoffelsalat die einem der Beamten gehörte, und da hat wohl jemand mindestens drei Löffel von gegessen! Irgendjemand von den Umzugshelfern, und das Dezernat sagt: Wer kartoffelsalat klaut, der klaut auch Geld, da muss man zwangsläufig ermitteln.“ Ob der Zeitarbeitsdisponent mich verarschen wollte oder ob des besagte Dezernat tatsächlich wegen „Mundraub“ ermittelte habe ich nie erfahren.

Ein paar Monate später bekam ich ein Einschreiben vom Zoll, von Sonderermittlern des Zolls. Man ermittelte gegen die Firma, wo ich dieses dubiose Praktikum gemacht habe, wegen Betrug und Menschenhandel und ich sollte als Zeuge aussagen. Da ich ja schon mal da war, und das ganze eine amtliche Zeugenaussage war, erzählte ich natürlich auch von den anderen Geschichten. Die Aussage: „Wenn sie hier nicht arbeiten wollen, ruf ich beim Amt an und dann werden sie sanktioniert.“ zieht sich ja wie ein verbindender roter Faden durch diese Geschichten. Eine „Wechselwirkung“ zwischen dubiosen Arbeitgebern und Behörden war also offensichtlich vorhanden. Hartz 4 war noch gar nicht da, doch es wurde trotzdem sanktioniert und es gab einen Arbeitszwang.

Kapitel 1 Bewerbungsgespräche

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Kapitel 1
Bewerbungsgespräche

( KEINE SATIRE.)

Es war irgendwann Mitte der achtziger Jahre, ich war 17 Jahre alt und wollte mich als Drucker-Azubi bewerben, weil mir nichts Besseres einfiel. Und so schrieb ich ein paar Bewerbungen in einer Zeit wo Ausbildungsplätze rar waren. Meine handgeschriebene Bewerbung hatte bei dieser Druckerei in Barmbek Erfolg, und ich wurde zum Vorstellungsgespräch geladen. Lehrer und Eltern impften mir vorher das korrekte respektvolle Verhalten für so ein Bewerbungsgespräch ein. Bestens vorbereitet, angemessen gekleidet und pünktlich traf ich in dieser Druckerei ein. Es war eine beachtliche Hallengröße, da arbeiteten wohl so an die 20 Leute. Man führte mich ohne Wartezeiten zum Chef des Betriebs, wir begrüßten uns, ich setze mich an seinen Chefschreibtisch und es wurden Fragen gestellt auf die ich vorbereitet war. Das Gespräch lief gut, ich stellte mich gut an und war kaum noch nervös. Doch dann nahm die ganze Sache eine sehr merkwürdige Wendung, denn dieser Chef welcher mir am Schreibtisch gegenüber saß, legte ohne das Gespräch zu unterbrechen einen nackten Fuß auf den Tisch, und begann sich mit einem Nagelknipser die Fußnägel zu schneiden.
Ein paar Tage später hatte ich in der City Nord bei einem Konzern ein Vorstellungstreffen mit ca 20 Mitbewerbern. Dort kam ich ins Gespräch mit den anderen und erfuhr, dass dieser Druckereichef die Nummer mit dem Nagelknipser auch mit anderen Bewerbern abgezogen hat. Das war mein Einstieg in die Arbeitswelt der BRD, ein Land in dem ich geboren und aufgewachsen bin. Doch auf dessen reale Arbeitswelt man nicht vorbereitet wurde.
Statt einer Lehre machte ich dann erst mal die Fachhochschulreife in Raumgestaltung und Grafik Design. Danach dann doch noch eine Lehre und zwar als Friseur, weil mir nichts Besseres einfiel.
Während der Ausbildungsjahre hat uns ein Lehrer in der Berufsschule immer wieder vor einem bestimmten Friseurbetrieb gewarnt. Man solle sich da als Frau auf keinem Fall bewerben, denn der Friseurmeister hat eine Kammer im Keller, wo ein Bett steht und das Bett teilt dieser Friseurmeister gerne mit dem weiblichen Personal. Ob die wollen oder nicht.
Nach meiner Lehrzeit suchte ich einen neuen Salon und hatte ein paar Bewerbungsgespräche. Ich stand dann irgendwo in Ohlsdorf in einem Friseursalon, der Salon wirkte etwas veraltet, schien jedoch gut zu laufen. Der Friseurmeister und Besitzer des Salons, begrüßte mich abschätzend lächelnd. Dieses Lächeln erinnerte mich unwillkürlich an die Warnung des Berufsschullehrers. Doch ich bin ja ein Mann und mich wird der wohl nicht penetrieren wollen, dachte ich und lächelte zurück.
„Dann kommen Sie doch mal mit in mein Arbeitszimmer“ sagte der Friseurmeister, und wir gingen in sein „Arbeitszimmer“ im Keller! Tatsächlich stand in diesem Kellerkabuff ein Bett. Mir wurde schlagartig klar das ich in der Höhle des Sexnötigers sitze. Die warnenden Geschichten des Berufsschullehrers waren keine Fakenews oder Urban Legends, sondern wahr. Nun saß ich dem größten Arschloch der Hamburger Friseurszene gegenüber. Er sah sich meine Bewerbungsunterlagen an und wiederholte meinen Namen. Er kannte meinen Namen, denn ich schrieb als Azubi für die Schulzeitung der Berufsschule für Friseure, und ein extrem bissiger Artikel von mir hatte es in eine Europaweit erscheinende Friseurfachzeitschrift geschafft. Eine andere kritische Satire schrieb ich in einer Bundesweit erscheinenden Fachzeitschrift, und die Schulzeitung wurde in fast allen hamburger Salons gelesen.

Unvermittelt hielt der Friseurmeister ein 15 cm langes Küchenmesser in der Hand, mit der Spitze auf mich gerichtet und ich glaube er fragte mich damals ob ich Angst hätte. Ekel, war das Gefühl beim betrachten diese ca 50 jahre alten Mannes, doch Angst konnte mir dieser Versager nicht machen. Die Situation war eher lächerlich. Er steckte das Messer wieder weg, und ich fragte mich wie so ein mieser Wichser es schafft einen Friseursalon am laufen zu halten. So stand ich dann einfach auf, verabschiedete mich knapp, ließ ihn in seinem Kellerloch sitzen und hakte das Bewerbungsgespräch als „mies“ ab.
Meine Friseurkarriere als Friseurgeselle wurde durch die Wehrpflicht unterbrochen und nach erfolreichen Neustart durch einen Trümmerbruch im linken Ellenbogen beendet.
So jobbte ich erst mal in der Logistik rum und wartete bis ich Studieren konnte. Ich wollte meiner eingebildeten sozialen Ader folgen und Sozialpädagogik studieren. Doch wer studiert und aus der Arbeiterklasse kommt, ist auf Bafög angewiesen und muss neben dem Studium jobben und Bewerbungsgespräche führen.
Studieren war dann doch nicht so einfach wie ich es mir anfangs vorgestellt hatte, doch die Jobsuche als Student war damals unkompliziert und schnell. Beim Studentenwerk gab es immer Jobs, selbst für Spätaufsteher wie mich.
Besonders toll ist es auch wenn man im Warteraum direkt von einem potentiellen Arbeitgeber angesprochen wird. Da fühlt man sich geschmeichelt und „auserwählt“. Mich sprach im Warteraum des Studentenwerks eine gepflegte Mittdreißigerin an. Sie meinte das sie Studenten für einen guten Job suche und ich würde ins Profil passen. Es war nicht ungewöhnlich das seriöse Arbeitgeber, wie zum Beispiel D.E.S.Y., im Warteraum Studenten direkt ansprechen. Die Frau gab mir ihre Karte und ich machte am nächsten Tag einen Termin klar.
Der Neubaukomplex der Firma in Stellingen war nichtsagend , genau so wie das Firmenschild. Ohne Wartezeit wurde ich von der Empfangsdame zum Bewerbungsgespräch geführt. Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich als ich einen Sitzungssaal betrat, den man sich nur als sehr solvente Firma leisten kann.
Normalerweise finden Bewerbungsgespräche in einem Büro statt, doch da lief ne ganz andere Nummer: Ungefähr 20 Menschen in Anzügen saßen mir an einem riesigen runden Tisch gegenüber. Ein in der Mitte sitzenden Anzugträger begrüßte mich und fing an über sich zu reden. Es war also nicht so, dass ich mich da beworben hätte sondern dass diese Firma sich bei mir bewarb. Der Typ, ungefähr mitte 20, erzählte mir wie erfolgreich er doch sei und das er sich ja diesen tollen Anzug leisten könne. Die anderen Anzugträger beobachteten ihn genau, scheinbar wurde er getestet von der Firma die sich scheinbar bei mir bewarb. Der Typ wirkte unsicher auf mich doch er wollte mir vermitteln wie toll doch sein Job in dieser Firma wäre. Das passte nicht zusammen und ich hakte nach und fragte ihn um was es sich bei diesen Job denn überhaupt handelt? Als Antwort erhielt ich sowas wie „Ich kann mir diesen tollen Anzug leisten, den ich hier grad trage“. Also wurde ich präziser und fragte ob ich Versicherungen oder Geldanlagen für diese Firma verticken soll, ob es ein Vertreterjob wäre und warum das Gespräch in einem Saal mit 20 Leuten geführt wird. Doch mir wurde wieder mit etwas wie „Der Job ist so gut ich kann mir sogar einen Mercedes leisten“ geantwortet. Ich rieb mir die Augen, kratze mich am Kopf, lächelte in diese merkwürdige Runde, stand dann auf und bin gegangen, das war mir einfach zu blöd. Diesmal hatte ich wirklich auf eine subtile unterschwellige Art und Weise Angst, denn ich fühlte mich wie ein Versuchskaninchen.

Bis heute weiß ich nicht was diese Firma eigentlich gemacht hat. Damals konnte man Firmen nicht einfach googeln, denn das Internet steckte noch in den Kinderschuhen.
Ich gab das Studium auf und versuchte mich als selbstständiger Fahrradkurier, bis ich gemerkt habe wie gefährlich dieser Job ist. So fand ich dann über eine Zeitarbeitsfirma wieder ins normale Arbeitsleben zurück. Die Zeiten hatten sich jedoch geändert, Jobs waren knapp, wurden mies bezahlt und Arbeit fand man fast ausschließlich über Zeitarbeitsfirmen. Hire and fire, war das Motto der Zeitarbeitsfirmen zu der Zeit. Man wurde meist nur sechs Monate beschäftigt, weil es sonst zu einer Lohnerhöhung gekommen wäre.
So kam es, das ich plötzlich arbeitslos war und ich zum ersten mal in meinem Leben Angst bekam, keinen mehr Job zu finden. Um in meinem gelernten Job als Friseur zu arbeiten hätte ich quasi eine Wiedereinstiegsausbildung machen müssen. Außerdem mochte ich die Arbeit in der Logistik, denn man bleibt körperlich fit, dachte ich damals. In einer Zeitung fand ich dann ein interessantes Jobangebot, rief an und vereinbarte einen Termin. Laut Jobangebot handelte es sich um eine Firma die Container be-und entlädt. So stand ich dann vor einem Mehrfamilienhaus ohne Läden im Erdgeschoß, ohne Anzeichen für irgendeinen Firmensitz. Ich klingelte und mir wurde geöffnet. Die Firma war eine stinknormale Wohnung.
Die Frau vom Chef führte mich in das Wohnzimmer welches mir als Firmensitz präsentiert wurde. Ich fühlte mich verarscht. Sie bat mich Platz zu nehmen, und wir warteten ein paar Minuten bis ihr Mann, der Chef kam. Der Chef sah aus, wie aus einem billigen Gangsterfilm über noch billigere Kleinganoven und Geldeintreiber. Doch ich brauchte dringend einen Job und gab dem ganzen noch eine Chance. Dann übergab ich dem Chef meine Bewerbungsunterlagen und fragte höflich nach, um was für einen Job es sich denn konkret handelte.
Der Chef fing an zu erzählen: „Es geht um Containerpacken, jedoch packen mit einem speziellen System.“ sagte er. „Ich brauche Leute die arbeiten wollen…“ das Thema weckte so eine Art pathetische Leidenschaft in diesem Mann. „Die meisten fangen hier himmelhochjauchzend an und haben dann nach ein paar Monaten keine Lust mehr, das macht mir den Laden kaputt, diese ganze Rennerei zu den Behörden, die verarschen einen doch eh nur wo die können, scheiß Behörden.“ sagte er und seine Frau ergänzte „Ja, scheiß Behörden die zocken einen nur ab.“ Grimmig fuhr der Chef fort: „Wegen dieser ganzen Rennerei zu den Behörden mach ich das jetzt auch anders, zuerst vier Wochen Praktikum, die erst Woche ganz normal arbeiten und dann wird auch mal richtig gearbeitet, auch mal bis morgens oder 24 Stunden, und das man auch mal aushalten muß wenn ich euch zusammenscheiße, weil mich ein Kunde angescheißen dann muss ich das weitergeben so läuft das nun mal, so ist das bei dem Job, da kann man nicht rumheulen.“ Stellte der Chef fest, und seine Frau hatte auch dazu was zu sagen: „Bei uns hat mal eine angefangen die hat sich zuerst auch von allen anscheißen lassen und hat dann immer geheult, bis sie dann gelernt hat wie man andere anscheißt, und jetzt heulen die anderen wenn die einen anscheißt.“ Der Chef unterbrach den Redeschwall seiner Frau: „Ich brauch Rennpferde, meine Männer sind alles Rennpferde. Es gibt Rennpferde und es gibt Ackergäule, doch ich brauch Rennpferde, meine Männer sind alles Rennpferde die stehen wie eine Eins hinter mir da gibt es nichts was dazwischen kommt, und Ackergäule kann ich nicht gebrauchen oder Leute die vom Arbeitsamt geschickt werden, die nicht arbeiten können und dann so rumstehen und rumgucken und nicht arbeiten, solche Leute will ich nicht, so einen haben meine Männer erst neulich aus dem Container getreten, der konnte nicht richtig arbeiten.“ Seine Frau wollte die Ausdrucksweise ihres Mannes ins richtige Licht rücken:“ Das meinst du doch bildlich und nicht wörtlich“ Doch der Chef meinte es so wie er es gesagt hatte: „Nee wörtlich, die ham den aus dem Container getreten, der konnte nicht richtig arbeiten.“
Der Chef und seine Frau sahen nicht aus als ob sie finanziell dazu in der Lage gewesen wären, mir pünktlich und regelmäßig Lohn auszuzahlen. Doch ich wollte trotzdem wissen, was dieser schräge Typ denn einem Rennpferd zahlen würde und fragte nach.
„Erstmal vier Wochen unbezaltes Praktikum und dann sechs Euro und einen Cent die Stunde.“ Antwortete der Chef und sah mich dabei an, als ob er mir einen Gefallen mit dem Jobangebot machen würde. Ich lehnte den Job ab und wollte meine Bewerbungsunterlagen zurück haben, worauf die Frau intervenierte: „Sie sind doch arbeitslos und kriegen Geld vom Staat? Sie kommen doch vom Arbeitsamt! Dann dürfen sie kein Jobangebot ablehnen, auch nicht einen unbezahlten Praktikumsplatz.“ Ich sah den Chef streng an und forderte meine Bewerbungsunterlagen zurück, worauf er mir die Mappe überreichte und ich so schnell es ging, diese Firma verließ.
Da ich gerade erst für zwei verschiedene Zeitarbeitsfirmen gearbeitet hatte, wußte ich das es sowas wie einen Tarif gab: Der lag bei sieben Euro und einen Cent. Per Zwang oder Drohung wurde auch nicht rekrutiert, also bislang nicht. Die Zeiten hatten sich während meines Studiums und meiner Selbständigkeit verändert, das wurde mir schmerzhaft klar.
„Büroeröffnung 30 Angestellte gesucht“ las ich bei den Jobanzeigen im Abendblatt und konnte nicht ahnen, um was für ein Scheiß es da ging.
„Kommen sie erst mal vorbei.“ hieß es bei der telefonischen Erstkontaktaufnahme auf die Frage, um was es bei dem Job eigentlich geht. Am nächsten Tag stand ich pünktlich bei dem Laden auf der Matte, wo ich dann mit 20 anderen Personen warten musste. Während ich so da saß und vor mich hin wartete, hörte ich ein paar Gesprächsfetzen, zwischen Empfansgdame und zwei Angestellten. Scheinbar ging es darum, dass diese seit zwei Monaten angestellten Mitarbeiterinnen immer noch unversichert waren.
Endlich kam ich an die Reihe und wurde zum Bewerbungsgespräch aufgerufen. Es erfreute mich, dass ich ohne Umschweife von dem jung dynamischen Personaler darüber informiert wurde, um was es bei dem Job ging. Es ging um „Kundenberatung“ die man für einen Konzern übernehme, und man könne damit so um die zweitausend Euro netto verdienen, wenn man sich denn richtig reinhängt. Das hört sich ja Klasse an, dachte ich und fragte nach, um welche Art von Kundenberatung es sich handelt. Das würde ich erfahren wenn ich einfach mal einen Tag in den Job reinschnuppern würde, das wäre die einfachste Art und Weise herauszufinden ob jemand für den Job geeignet ist oder nicht, kam prompt als Antwort. Außerdem gäbe es noch zwanzig weitere Bewerber auf diesen Job, und man wird nur den Besten einstellen, konkretisierte der Personaler. Auf meine Frage nach der Berufsbezeichnug des angebotenen Jobs wollte er nicht antworten, weil es Zeit für seine Mittagspause wäre, womit das Gespräch beendet war.
Der Job entpuppte sich als Vertreterjob für irgendeinen Telefonanbieter. Man ging von Haustür zu Haustür, klingelte überall und wer einem tatsächlich die Tür öffnete kriegte einen auswendig gelernten Text zu hören. Falls tatsächlich mal jemand einen Telefonvertrag abschließen würde bekäme man dafür Provision, ansonsten bekäme man gar nichts. Zwei Tage habe ich diesen Vertreterjob mitgemacht, das hat mich dann knapp 15 Euro Fahrgeld gekostet und dafür keinen Cent Gewinn gebracht.
So landete ich im Warteraum des Sozialamtes. Ich war bereit jeden Job anzunehmen. Nachdem meine Daten erfasst wurden, legte mir die Sachbearbeiterin Jobangebote auf den Tisch. Das erstaunte mich, denn beim Arbeitsamt gab es keine Jobs. Ohne zu zögern vereinbarte ich einen Termin mit einer der angebotenen drei Jobadressen, zufälligerweise waren das alles Zeitarbeitsfirmen. Schon am nächsten Tag stand ich am Empfangstresen der Zeitarbeitsfirma. Dort verlangte man meinen Personalausweis, und den Zettel mit dem Jobangebot vom Sozialamt. Der Perso und der Zettel vom Sozialamt wurde kopiert und man teilte mir mit, dass ich die Dokumente nach dem Bewerbungsgespräch wiederbekommen würde. Wo bin ich denn hier gelandet? Dachte ich schon wieder und wurde nach 20 Minuten Wartezeit endlich aufgerufen.

Als ich den Raum betrat begrüßte mich die Zeitarbeitsdisponentin mit einem unfreundlichen „Ich kenne sie doch!“ Doch ich kannte die Dame nicht. Ich verwies darauf, dass ich mal als Friseurazubi in der Gegend tätig war und sie mein Gesicht vielleicht daher kenne, worauf sie grimmig wurde und mich musterte als ob sie mein Gesicht von irgendeinem Fahndungsfoto her kennt. Sie stellte fest das ich vom Sozialamt geschickt wurde und dass sie mein Gesicht trotz meiner Leugnung kenne. Sie war sich sicher dass ich schon mal für ihre Firma gearbeitet hatte. In ihren Augen war ich scheinbar ein Lügner. Sollte ich lügen und mir ein Szenario ausdenken in dem ich diese Frau kenne, nur damit dieses Bewerbungsgespräch gut läuft, fragte ich mich verwirrt.
„Was für Jobs haben sie denn?“ Wollte ich von der Disponetin wissen.
„Scheiße schieben,“ Sagte sie, „so mit Gummistiefeln und so,außerhalb von Hamburg, eineinhalb Stunden Fahrzeit, aber drei Stunden Fahrzeit am Tag müssen Sie akzeptieren.“ Meine Verwirrung legte sich nach diesem Schockmoment und gefasst fragte ich Sie nach dem Lohn. Sechs euro und einen Cent pro Stunde, sollte der Lohn Brutto sein, das wären Netto 750 Euro im Monat. Ich rechnete ihr vor, dass ich 450 Euro Miete und 50 Euro Strom zahle und mindestens 60 Euro für ne Monatskarte nach außerhalb bezahlen müsste und dann weniger als 150 Euro im Monat zu leben hätte, und das bei einer 40 stunden Woche. Ihre Antwort war “ Meine Mitarbeiter kommen alle wunderbar mit 750 Euro im Monat aus.“ Wo bin ich denn hier gelandet, dachte ich abermals, und dann legte sie erst richtig los: „Wenn sie hier nicht arbeiten wollen weil ihnen der lohn nicht passt ruf ich beim Sozialamt an und sage, dass sie ein Arbeitsverweigerer sind! Dann werden Ihnen 25% sozialhilfe gekürzt.“ Es gäbe einen Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen und der läge bei sieben Euro und einen Cent die Stunde, erklärte ich ihr. Das wäre eine Lüge, antwortete die Disponentin zornig. Was für ein Tarifvertrag solle das denn sein, wollte Sie wissen. Eine Frage die ich ihr als ehemaliges aktives Gewerkschaftsmitglied korrekt beantworten konnte. Eine Anwort die sie als Lüge bezeichnete, denn sie kenne nur ihren Tarifvertrag und zwar den kirchlichen Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen. Natürlich lehnte ich diese Jobangebot ab, und versicherte ihr das ich einen Job finden werde, wo man mir wenigstens sieben euro und einen Cent zahlt. Die Disponentin drohte mir: „Wenn sie diesen Job ablehnen, ruf ich beim Sozialamt an und sage dass sie ein Arbeitsverweigerer sind! Dann werden ihnen 25% der Leistungen gekürzt.“ Es wäre gefährlich gewesen für eine Firma zu arbeiten die von Anfang an Mitarbeiter diffamiert und bedroht, denn solche Leute bescheißen beim Lohn.
Das Sozialamt sanktionierte mich dann tatsächlich, aufgrund der Aussage der Disponentin, dass ich ein Arbeitsverweigerer sei. Ich warf der Sachbearbeiterin des Sozialamtes Bestechlichkeit vor, denn alle 3 Jobangebote waren von Zeitarbeitsfirmen die nur diesen ominösen kirchlichen Zeitarbeitstarif zahlen wollten, nämlich sechs Euro und einen Cent. Der Tarif für Zeitarbeitsfirmen lag damals jedoch bei sieben Euro und einen Cent. Die Sachbearbeiterin reagierte empört auf meinen Vorwurf und drohte bei Wiederholung eine noch höhere Sanktion an. So etwas wollte ich mir nicht gefallen lassen und meldete die Ereignisse der Polizei, konkreter dem Dezernat interne Ermittlungen.
Ein paar Jahre später wurde dieser kirchliche Tarif für Zeitarbeitsfirmen gerichtlich für illegal erklärt und verboten , es handelte sich tatsächlich um illegales Lohndumping.
All diese Geschichten gingen mir durch den Kopf während ich irgendwo in Eidelstedt bei einem Bewerbungstraining vom Jobcenter saß.

Die SPD Hamburg ist ein zerbröselnder Cookie

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Mit jedem G20 Sonderausschuss zerbröselt die SPD Hamburg immer mehr, das hätten sich die Sozen  vorher nicht vorstellen können.

Die SPD Hamburg kann man in zwei Teile zerlegen, einmal in die SPD vor dem G20 und dann in eine SPD nach dem G20:

  • Vor dem G20 waren die Umfragewerte in Hamburg gut für die SPD, nach dem G20 sind die Umfragewerte mies.
  • Vor dem G20 verkündetet die SPD das der G20 keine Kosten für die Stadt bringen werde, nach dem G20 häufen sich die Kosten für Hamburg auf fast 90 millionen Euro.
  • Vor dem G20 hatte der Innensenator Grote den Anschein erweckt er wüßte was er tue, nach dem G20 will er uns erklären wie sein Scheitern zustande kam.
  • Vor dem G20 hat die SPD alle ausgelacht die sich Sorgen wegen dem G20 machten, nach dem G20 lacht keiner mehr bei der SPD Hamburg.

Grote fühlte sich während des G20 ohnmächtig, er gibt also den Kontrollverlust zu, doch läge die Schuld am Kontrollverlust während des G20 nicht an ihm persönlich sondern daran, dass man sich die Vorfälle in Altona schlicht weg und einfach nicht hätte vorstellen können.
Wenn 20 der mächtigsten Politiker sich in Hamburg zum G20 versammeln, muss man sich als Innensenator vorher alles mögliche vorstellen können, damit so ein G20 mit jeglicher möglicher Gefahrenlage zurechtkommt. Doch Herr Grote ist vor dem G20 mit einer rosaroten Brille durch die Gegend gelaufen und hat, wie ein Jünger des Heilsbringers Olaf, brav die Botschaft des Scholz runtergebetet:

„Sorget euch nicht, das ist wie Hafengeburtstag“

Doch richtig spannend wird es jetzt erst:
Laut Aussage eines Beamten bei einem Gerichtsverfahren, sind mehrere Polizisten als schwarz vermummte ANTIFA verkleidet im schwarzen Block bei der „welcome to hell“ Demo mitmarschiert …
https://www.abendblatt.de/hamburg/article214321549/Sind-Polizisten-bei-G20-im-Schwarzen-Block-mitmarschiert.html

Tja, was soll man da noch sagen?

Vielleicht sollte man fragen warum Innensenator Grote das nicht von Anfang an zugegeben hat? Auch eine gute Frage wäre, seit wann der Senat Hamburg das von den verdeckten vermummten Ermittlern bei „welcome to hell“ wußte. Oder hat der Senat Hamburg am Ende gar keine Ahnung was bei dem G20 tatsächlich abging?

G20 du willst es doch auch

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He  du hübsche Perle

ich werd ne Weltstadt aus dir machen

doch zuerst zieh dich mal aus

für nen Gangbang mit Bullen, Politikern und Krawallos

die ganze Welt wird dich sehen

dein Feuer

deine Leidenschaft

und die freiwilligen Putztrupps

die dich nach dem Gangbang sauberwischen

die Kamera liebt es wenn du so schockiert guckst

besonders Nachts

wenn bei dir „die Schanze“ brennt

und ich  mit einem Glas Schampus in der Hand

in dem Helikopter über dir

dabei zusehe

komm, Hamburg meine Perle

Du willst es doch auch

erst recht  wenn Du NEIN sagst

 

 

offener brief an bundeskanzler olaf von scholz

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Offener Brief an „Bundeskanzler“ Olaf von Scholz

Lieber Olaf

HAMBURG war schon eine Weltstadt bevor du  zur Welt kamst. (Das mal als #funfact am Rande.)

Hamburg ist eine Handels & Logistik Stadt. Import / Export, jede Sekunde ist wertvoll.

Da stören Olympia und G 20 Veranstaltungen erheblich, darum hat Hamburg Olympia und G 20 abgelehnt, außerdem hat Hamburg so einen Tüddelkram gar nicht nötig um eine Weltstadt zu sein, das ist sie ja schon längst.

Und ja, lieber Olaf – HAMBURG wird auch ohne dich Weltstadt bleiben

und tschüß

 

LOLhumans – Folge 5

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LOLhumans

Die Geschichte von einem Ausserirdischen der in eine Wohngemeinschaft von zwei Hipstern einzieht, den Zugang zum Internet der Aliens mitbringt  und so  für eine Menge Chaos sorgt.

Eine gebloggte Sitcom von Django Cherubimu

Was bisher geschah: Hier klicken

Folge 5

Szene 1

Innen, Tag

Auf dem Planeten Plaja Dane, sitzt in einer futuristischen Eigentumswohnung ein Mensch mit dem Namen Boris.
Er surft mit seinem Smartphone durch das UniverseWeb. Plötzlich springt er auf.

BORIS:
Die Erde! Internetzugang zur Erde!

Boris setzt sich wieder hin und fängt eilig  an eine E-Mail zu tippen:

Mein Name ist Boris und ich schreibe Ihnen diese Zeilen nicht von einer irdischen E-Mail, ich schreibe von dem Planten Pleja Dane.
1967 wurde ich in der DDR geboren, am 14 März 1987 mitten in der Nacht war ich grad mit dem Fahrrad auf einer Landstrasse unterwegs, als ich auf einen Kornfeld ein merkwürdiges Fahrzeug und eine Gruppe junger Leute sah, sie tanzten und hörten fremdartige Musik, sie riefen mich zu sich und ich dachte mir nichts dabei und ging hin. Wir kamen schnell ins Gespräch und zufällig hatte ich ein pfund Kaffee dabei. Wegen dem Kaffee sind diese Leute fast in Ohnmacht gefallen, so sehr haben die sich darüber gefreut. Alles was ich dann noch weiß ist das ich hier aufgewacht bin, und dachte ich bin im Westen gelandet, dass ich auf einem fremden Planeten bin habe ich erst Jahre später gemerkt. Ich dachte ich wäre irgendwo in Japan. Anfangs wurde ich in TV Shows vorgestellt, das war ziemlich demütigend denn uns Menschen hält man auf Plaja Dane für witzige Äffchen oder besser gesagt „LOLhumans“. Natürlich wollte ich auch wie jeder andere raus aus der DDR, dem Ost-Block, doch das meine „unfreiwillige Flucht“ auf einem anderen Planeten endete konnte man ja nicht vorher ahnen.

 

Szene 2

Innen,Tag

In einem nobel eingerichteten Büro in der Chefetage des bekanntesten Boulevardblattes in Deutschland. Der Chefredakteur Dirk Manndiek liest eine E-Mail vor. Zuhörer sind der Chef vom Dienst Horst Pfosten und ein Nerd mit dem Namen Ulli aus der I.T. Abteilung.

MANNDIEK:
„Natürlich wollte ich auch wie jeder andere raus aus der DDR, dem Ost-Block, doch dass meine „unfreiwillige Flucht“ auf einem anderen Planeten endete konnte man ja nicht vorher ahnen. Ich weiß nicht warum ich plötzlich Zugang zum Internet der Erde habe, es muss wohl ein Plajadaner mit seinem Smartphone auf der Erde rumlaufen. Mir geht es eigentlich darum, dass sie meine Eltern informieren, dass ich noch lebe. Ich habe nicht heimlich rübergemacht in den Westen und die Stasi hat mich auch nicht verschleppt, sagt meinen Eltern das es mir gut geht, und wenn ich den Job als Show-Tänzer bekomme kann ich mir auch mal einen Urlaub auf der Erde leisten…..“

HORST PFOSTEN, genervt:
Ist das ein Drehbuch? Machen wir jetzt auch noch Filme? Und meine dritte Frage Dirk, was soll ich hier?

ULLI, vorsichtig einwerfend:
Die E-Mail ist wohl tatsächlich echt…

HORST PFOSTEN, arrogant zu Ulli:
Hab ich gesagt „Arsch melde dich“.

MANNDIEK:
Ein Drehbuch? Horst, dir ist klar das kein Mensch, außer Uroma und Uropa, noch eine auf Papier gedruckte Zeitung kaufen. Ich komm irgendwo in diesem Konzern unter, doch du solltest nach jedem Strohhalm greifen der diese „Zeitung“ hier noch retten kann.

HORST PFOSTEN, sachlich:
Dirk, wir bringen UFO Stories, die Leute lieben solche Geschichten, doch wir schreiben immer mit einem „Fragezeichen“. Wir sagen nie „Wir sind sicher das es ein UFO ist“ selbst wenn wir sicher wären, und das hat auch einen Grund, du kennst den Grund.

MANNDIEK:
„Wir dürften  es keinem sagen weil sonst alle durchdrehen.“ Doch drehen die wirklich alle durch? Und wenn die alle durchdrehen dann haben wir doch noch eine Story, ich seh schon die Headline: UFO PANIK – DREHEN JETZT ALLE DURCH!

HORST PFOSTEN, sauer:
Dirk! Alter, drehst du jetzt komplett durch! Was kommt als nächstes „DIE TAGEBÜCHER VON JESUS“ oder was? Wollen wir uns zu Vollidioten machen wie damals der Stern.

MANNDIEK, unbeirrbar:
Ulli, hat die ganze Sache überprüft, er hat Freunde bei diesem chaotischem PC Club …

HORST PFOSTEN, aufgeregt:
Irgendwelche Hacker haben die Sache jetzt auf dem Radar!

ULLI, sachlich:
Ich kann ihnen versichern das kein einziger Hacker auf der Welt durchdreht weil es eine E-Mail von Ausserirdischen gibt, das würde kein vernünftiger Hacker oder Internet Nerd überhaupt glauben. Ganze Herrscharen von Bloggern würden „beweisen“ das diese „Alien E-Mail“ ein Fake der Illuminaten, Bilderberger oder NWO ist um uns alle zu verwirren und zu knechten.

Ulli lächelt über sich und seinen subtilen Humor auf Meta Ebene, doch die genervten Blicke von Manndiek und Pfosten lassen sein Lächeln schnell vergehen.

MANNDIEK, verschwörerisch zu Horst Pfosten:
Wir schreiben die Story mit einem dicken „Fragezeichen“ exklusiv in der Print Ausgabe. Was soll uns denn da passieren.

HORST PFOSTEN,sachlich:
Wir schreiben das mit einem extra dicken „Fragezeichen“, und zwar am Anfang und am Ende des Artikels.

MANNDIEK:
Ausserdem weiß ich von einen Informanten bei der Polizei, dass es eine Dienstanweisung gab, jegliche UFO Meldungen Ernst zu nehmen.
Doch das beste ist, es gibt angeblich noch eine zweite E-Mail und ein Video und das soll „angeblich“ demnächst auf dieser Internet Enthüllungsplattform „geleakt“ werden. Verstehst du?

HORST PFOSTEN, überzeugt:
Es ist bereits eine Story.

MANNDIEK:
Wann können wir drucken?

HORST PFOSTEN, am rauseilen:
Kündige es online „ganz gross“ an, auf allen Kanälen! In ein paar Stunden geht ein „EXTRA BLATT“ raus!

MANNDIEK, verschwörerisch zu Ulli:
Pass auf, du bekommst eine million Euro wenn du mir das UFO Video und die zweite Alien E-Mail beschaffst bevor es im Internet „geleakt“ wird.

 

Szene 3

Innen,Nacht

In der Küche der Wohngemeinschaft sind Jan Hagen, Magnus,Hyromimus, Chebubu, Ashtart und Tzisha. Auf dem Tisch stehen Bierflaschen, Wodka, Rum, red Bull Dosen und Cola. Magnus und Tzisha tanzen eng umschlungen zu der Musik die aus dem Smartphone von Ashtart kommt. Chebubu, Ashtart, Hyronimus und Jan Hagen sitzen in feucht fröhlicher Runde am Tisch und unterhalten sich angeregt.

CHEBUBU, angetrunken:
„…. weil denen beim trinken immer der Klodeckel auf den Kopf fällt!“

Hyronimus, Ashtart und Jan Hagen lachen laut.

JAN HAGEN, lallend:
Moment, Moooooment … ein Witz hab ich, hicks, auch noch, hicks, kommt ein Ostfriese in einen ….

ASHTART, lallend erklärend zu Chebubu:
Ostfiesenwitze sind das gleiche wie bei uns die Zyrkodianesenwitze.

JAN HAGEN, angetrunken:
Geht auch so, ein Zyrkodianananese kommt in einen Schuhladen und will, hicks, ….und will einen Globus kaufen.

Hyronimus, Chebubu und Ashtart lachen laut und debil.

CHEBUBU, schwer lallend:
Also diese Cola, dieses Koffein und dieser Rum, das ist der beste Drink im ganzen verdammten Quadranten.

ASHTART, betrunken:
Der beste Drink in der ganzen verdammten Galaxie.

Ashtart will sein Glas zum prosten anheben fällt dabei aber besoffen vom Stuhl. Hyronimus, Chebubu Jan Hagen und Ashtart lachen daraufhin laut und debil.

Szene 4

Innen, Nacht

In einem riesiegen unterirdischen Kontrollzentrum voller Bildschirme und Computer unter der Aussenalster in Hamburg. In einem extra abgeteiltem Konferenzraum diskutieren Jack Grammer vom CIA, Andreas Bunsen vom BND und Sir Roger von der „Delegation“ miteinander.

GRAMMER, zu Sir Roger:
Hier läuft also ein ein Alien durch Hamburg, und dieser Alien hat ein Smartphone mit Internetzugang ins Weltall, und wir sollen hier einfach ruhig sitzen bleiben.

BUNSEN:
Ich hab keine Lust der Kanzlerin irgendeine UFO Story zu erzählen, mir ist das ganz Recht, dass wir in dieser Sache einfach gar nichts unternehmen.

SIR ROGER, ernst:
Diese Wesen von anderen Planeten, sind hochintellektuelle, extrem intelligente Wesen. Nur ausgebildetete Fachleute, unerschrockene Experten dürfen mit diesen Ausserirdischen Wesen in Konakt treten.

BUNSEN:
Und wir wissen ja alle was der CIA macht wenn die mal ein Alien in die Finger kriegen.

GRAMMER, abwiegelnd:
Ach, alles nur Gerüchte und die Filme sind  so echt wie 25 Euro Noten.

SIR ROGER:
Wir haben seit 1972 keinen Kontakt mehr zu den „grossen Meistern aus dem Himmel“ gehabt, und es darf nicht passieren das diese komplexen Lebensformen auf die falschen Menschen treffen. Diese Wesen sind in ihrer Reinheit, Weisheit und Entwicklung uns Menschen um Jahrhunderte überlegen. Diese Wesen sind quasi Götter.

Szene 5
Innen,Nacht

In der Küche der Wohngemeinschaft tanzen Jan Hagen, Magnus,Hyromimus, Chebubu, Ashtart und Tzisha sturzbesoffen, ausgelassen und ungelenk zu dem Song „Atemlos“ von Helene Fischer der wegen der Lautstärke verzerrt aus dem Laptop von Magnus kommt.

FOLGE 6

NEU AUF

https://alieninternet.wordpress.com/